Self-Publishing ist ein globaler Trend, der insbesondere angehenden Autoren neue Vertriebs- und Monetarisierungsmöglichkeiten eröffnet. Für die Erstellung, Veröffentlichung und Vermarktung von Büchern oder Zeitschriften ist die Beteiligung eines Verlags oder externer Unternehmen, die den Großteil des Gewinns einstreichen, nicht mehr erforderlich. Digitale Technologien bieten vielfältige Möglichkeiten für den Erfolg als Self-Publisher, und es gibt zahlreiche Beispiele, die diese Theorie belegen (einige davon finden Sie weiter unten).
Was sollten Sie über Self-Publishing wissen, wenn Sie in diesen Bereich einsteigen möchten? Wie kann Ihnen die digitale Technologie dabei helfen? Wie sieht die Zukunft des Self-Publishing aus?
In diesem Artikel werde ich versuchen, die oben genannten Fragen zu beantworten.
Was genau ist Self-Publishing?
Einfach ausgedrückt handelt es sich um die Veröffentlichung von Inhalten oder Medien durch die Autoren selbst, ohne Beteiligung eines Verlags. Die Autoren kontrollieren den gesamten Entstehungsprozess ihres Buches von Anfang bis Ende. Das heißt nicht, dass sie keine Designer oder Lektoren beauftragen können. Alle Gewinne und Rechte verbleiben jedoch beim Autor. Der Begriff „Selbstveröffentlichung“ bezieht sich üblicherweise auf Bücher und Zeitschriften, kann aber auch Alben, Broschüren, Prospekte, Videoinhalte usw. umfassen. Diese Bewegung hat ihre Wurzeln in der Geschichte – Es war ein Mittel, sich gegen Autoritäten aufzulehnen oder Unterdrückung zu widerstehen. Am wichtigsten ist, dass Selbstverleger alle Kosten und Risiken der Veröffentlichung selbst tragen. Bei Erfolg behalten sie den gesamten Gewinn, im umgekehrten Fall müssen sie das Scheitern allein verkraften. Deshalb sollten sie wie Unternehmer denken, alle Variablen im Blick behalten und versuchen, so viele Konsequenzen wie möglich vorherzusehen. Während traditionelle Verlage ihre Bücher an reguläre Buchhandlungen verkaufen und Rezensionen in den Mainstream-Medien erhalten können, ist dies für Selbstverleger nahezu unmöglich, es sei denn, eine Veröffentlichung wird zum absoluten Bestseller. Vermutlich haben sich viele von Ihnen gerade erst gefragt, ob es möglich ist, ein Buch erfolgreich im Selbstverlag zu veröffentlichen. Natürlich ist es das.Beispiele für erfolgreiches Self-Publishing
Ich werde Ihnen einige Beispiele für selbstveröffentlichte Bücher geben, von denen Sie wahrscheinlich schon gehört haben, aber deren Entstehungsgeschichte Sie nicht genau kannten.- „Fifty Shades of Grey“. Wussten Sie, dass die Autorin E. L. James diese Geschichte im Selbstverlag veröffentlichte? Sie erschien zunächst auf Fanfiction-Seiten, dann auf der Website der Autorin, bevor sie als E-Book und Print-on-Demand-Ausgabe im Selbstverlag erschien. Sie ahnen wahrscheinlich schon, was dann geschah – der Roman wurde weltweit ein Riesenerfolg. Selbst wer das Buch nicht gelesen oder den Film nicht gesehen hat, kennt den Titel vermutlich.
- „Der Marsianer“ von Andy Weir. Der Autor, ein Programmierer, veröffentlichte den Roman zunächst im Selbstverlag und verkaufte 2012 eine Kindle-Version. „Der Marsianer“ erfreute sich online großer Beliebtheit, was 2015 zur Verfilmung führte. Der Film wurde für sieben Oscars nominiert, darunter als bester Film des Jahres
- „Still Alice“ von Lisa Genova. Sie veröffentlichte ihr Buch 2007 im Selbstverlag dank iUniverse. Nach einem Jahr, in dem sie verschiedene Marketingstrategien und Websites (darunter Myspace, Goodreads und Shelfari) nutzte, begannen sich ihre Bemühungen auszuzahlen. Das Buch stand daraufhin über 40 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times und wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt.
Die digitale Welt begünstigt Selbstverleger
Die Weiterentwicklung digitaler Technologien und Plattformen (und die damit einhergehende Veränderung der Lesegewohnheiten) hat Selfpublishern enorme Möglichkeiten eröffnet, ihr Geschäft und ihre Karriere in einem noch nie dagewesenen Ausmaß auszubauen. Es ist eine einfache und kostengünstige Methode, eine Publikation weltweit zu präsentieren. In vielen Fällen benötigen Verlage ihre Inhalte lediglich als PDF-Datei, um mit der Veröffentlichung und dem Verkauf zu beginnen E-Kiosk erstellt auf ihrer Website. Ich wage zu behaupten, dass dieser Weg die beste Wahl für angehende Autoren, Schriftsteller und Geschichtenerzähler ist. Sie haben unbegrenzte Möglichkeiten, ihre Publikationen selbstständig zu erstellen und zu verbreiten, ganz gleich, worüber sie schreiben möchten. Sie können auf digitale Verlage zurückgreifen, die nicht nur ihre Plattformen anbieten und verbessern, sondern auch über die Verlagsdienstleistungen hinausgehen, indem sie beispielsweise Webseiten erstellen, SEO-Audits durchführen oder bei der Promotion helfen.Warum ist die aktuelle Situation in der Verlagsbranche günstig für Selbstverleger?
- Viele Verlage haben ihre Publikationen ins Digitale verlagert, und die Covid-19-Pandemie ist ein Faktor, der diesen Prozess beschleunigt.
- Aus dem oben genannten Grund haben die Werbetreibenden das Vertrauen in die Zusammenarbeit bei der Printverteilung verloren.
- Die Gewinne aus dem Printvertrieb schwinden, während die Kosten gleich bleiben.
- Die Technologie des digitalen Publizierens ist ausgereift und auch ohne technische Vorkenntnisse leicht anzuwenden.
- Die Kunden sind es gewohnt, digitale Güter (einschließlich Inhalte) online zu kaufen, und dieser Trend hat sich während des Pandemie-Lockdowns noch verstärkt.