Wenn Publisher die E-Mail-Adressen ihrer Website-Besucher erhalten, haben sie einen direkten Kommunikationskanal, um ihre Zielgruppe dauerhaft zu erreichen und einzubinden. Daher ist der Aufbau einer E-Mail-Zielgruppe entscheidend, um die notwendigen direkten Beziehungen zu pflegen und so der sinkenden Reichweite der Plattform und den rückläufigen Werbeeinnahmen entgegenzuwirken. Um ihre direkte Zielgruppe effektiv zu vergrößern, müssen Publisher Strategien zur E-Mail-Erfassung implementieren, die die Konversionsrate maximieren und gleichzeitig die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die Google-Standards einhalten.
Die Aufmerksamkeit des Publikums gewinnen
Die meisten Website-Besucher suchen nicht aktiv nach Newsletter-Anmeldeformularen; um ihre E-Mail-Adresse zu erhalten, müssen Sie erst ihre Aufmerksamkeit gewinnen. Statische Anmeldelinks in Kopf- und Fußzeile führen zwar möglicherweise zu einigen Konversionen, aber mit aktiveren Taktiken steigern Sie die Konversionsrate deutlich. Anstatt sich ausschließlich auf passive E-Mail-Erfassungsformulare zu verlassen, die auf der Seite verbleiben, verwenden Sie interaktive Elemente, die die Aufmerksamkeit des Publikums durch Bewegung auf sich ziehen. Dies kann beispielsweise ein kleines, ausfahrbares Feld oder eine „fixierte“ Fußzeile sein, die beim Scrollen sichtbar bleibt. Strategisch eingesetzt, können diese Elemente Ihre E-Mail-Liste erweitern, ohne die Benutzerfreundlichkeit zu beeinträchtigen. Um sicherzustellen, dass Besucher den Anmeldevorgang abschließen, verwenden Sie so wenige Formularfelder wie möglich – idealerweise nur die E-Mail-Adresse. Falls weitere Daten erforderlich sind, nutzen Sie progressive Formulartechniken: Erfassen und speichern Sie zuerst die E-Mail-Adresse und bitten Sie Ihre Besucher anschließend um zusätzliche Informationen. Sie können die Performance auch optimieren, indem Sie Ihre Erfassungstaktiken an die Traffic-Quelle anpassen. Beispielsweise könnten Sie bei Besuchern aus sozialen Medien, die selten mehr als eine Seite aufrufen und daher ohnehin eher abspringen, aggressivere Taktiken anwenden. Dennoch ist es ratsam, nicht zu aggressiv vorzugehen. Beispielsweise wird das Einblenden einer Lightbox, bevor die Zielgruppe die Möglichkeit hat, Ihre Inhalte zu testen, nicht dazu führen, Abonnenten zu gewinnen. Generell sollten Sie vermeiden, den eigentlichen Zweck Ihrer Website zu beeinträchtigen: den Konsum Ihrer Inhalte. Übereifrige Akquise-Maßnahmen können nicht nur die Conversion-Rate negativ beeinflussen und zu Absprüngen führen, sondern auch Google-Strafen nach sich ziehen.Erstellen Sie Capture-Widgets, die SEO- und Ad-Blocking-Probleme vermeiden
Im Januar 2017 begann Google, Websites mit aufdringlichen mobilen Interstitials in den Suchergebnissen herabzustufen. Diese Strafe betrifft zwar nur die erste Seite der mobilen Suchergebnisse, kann aber in einem zunehmend mobilen Web Ihren Traffic beeinträchtigen. Besonders zu beachten sind die Richtlinien des neuen, in Google Chrome integrierten Werbeblockers. Angesichts eines Browser-Marktanteils von 60 % können es sich Publisher nicht leisten, Googles Standards nicht einzuhalten. Auch wenn E-Mail-Erfassungsformulare in den Google-Richtlinien nicht explizit als „Werbung“ gelten, ist es ratsam, sich dennoch an diese zu halten, da sie einen guten Standard für die Aufrechterhaltung einer positiven Nutzererfahrung bieten- Verwenden Sie keine Lightbox-Takeover-Widgets (auch Interstitials genannt) zur mobilen E-Mail-Erfassung.
- Wenn Sie einen Schieberegler für die mobile Bildaufnahme verwenden, achten Sie darauf, dass dieser nicht mehr als 30 % des Bildschirms einnimmt.