Influencer (auch Markenbotschafter genannt) entwickeln sich zunehmend zu wichtigen Kanälen der digitalen Marketing- und Kommunikationsstrategie von Unternehmen. Kürzlich nutzten sowohl Mikro-Influencer (mit einer geringeren Anzahl an Followern, aber hoher Interaktionsrate) als auch Prominente das Coachella-Musikfestival, das von über 250.000 Musikfans besucht wurde, um Produkte, Dienstleistungen und Erlebnisse zu bewerben.
Wired teilte eine Artikel Dieses „Sponsoring“, also das Geschäft, für das Teilen von Inhalten bezahlt zu werden, ähnelt einem pandemieartigen Phänomen. Wer als Sponsor auftreten möchte, kann problemlos Likes und Follower kaufen und sucht nach einer monatlichen Pauschale zwischen 1.000 und 20.000 US-Dollar zuzüglich Provisionen. Unternehmen investieren zwar Ressourcen und Geld in Influencer, um ihre Werbemaßnahmen zu verstärken, doch diese Bemühungen könnten weniger effektiv sein, wenn sie die Kriterien für einen erfolgreichen Influencer falsch definieren, wie Studien zum Thema Social-Media-Einfluss zeigen.
In einem wegweisender Artikel Der Harvard-Psychologe Herb Kelman beschrieb in seinem 1958 veröffentlichten Werk drei Prozesse, wie die Einstellungen und Verhaltensweisen eines Individuums durch andere im Sinne des sozialen Einflusses beeinflusst werden:
- Konformität – die Person möchte eine positive Reaktion erhalten oder eine Bestrafung durch eine andere Person oder Gruppe vermeiden.
- Identifikation – eine Person möchte eine Beziehung zu einer anderen Person oder Gruppe aufbauen oder aufrechterhalten.
- Internalisierung – die Person empfindet die Übernahme der Einstellung oder des Verhaltens als intrinsisch lohnend.