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    Der Stand der Verlagstechnologie und die wichtigsten Trends im Blick behalten

    Im November 2023 veranstaltete State of Digital Publishing (SODP) die PubTech2023 – ein Online-Event für Fachleute aus den Bereichen digitales Publizieren und Nachrichtenmedien. Dieser Artikel basiert auf der Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse…
    Aktualisiert am: 1. Dezember 2025
    Saida Ayupova

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    Saida Ayupova

    Vahe Arabian

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    Herausgegeben von

    Vahe Arabian

    Im November 2023 veranstaltete State of Digital Publishing (SODP) die PubTech2023 – ein Online-Event für Fachleute aus den Bereichen digitales Publizieren und Nachrichtenmedien. 

    Dieser Artikel basiert auf der Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus einem Vortrag von Vahe Arabian , Gründer von SODP, und Khalil A. Cassimally , Leiter Audience Insights bei The Conversation.

    Mit dem Einzug generativer KI in die Medienlandschaft haben wir beobachtet, wie viele Verlage gegensätzliche Wege beschreiten. Einige, wie die New York Times und das Center for Investigative Reporting, haben OpenAI verklagt BuzzFeed , TIME und das Wall Street Journal – Partnerschaften anstrebten . Die meisten Verlage bewegen sich weiterhin in einer Mittelposition und experimentieren vorsichtig mit den Möglichkeiten generativer KI.

    Die Auswirkungen generativer KI auf die digitale Medienbranche sind zwar zweifellos großflächig, aber sie ist nicht der einzige technologiebezogene Trend, den Online-Verlage im Auge behalten sollten.

    Vahe Arabian der PubTech 2023 die Landschaft der Verlagstechnologie . Hier sind die von ihnen identifizierten Trends.

    1. Der Wechsel zu Audio und Video

    In den Medien hat sich ein deutlicher Trend hin zu Audio- und Videoinhalten vollzogen. Dieser Trend ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass diese Inhalte leichter auffindbar und indexierbar geworden sind, wobei auch die neuen Generationen zu dieser Entwicklung beitragen.

    2. Generative KI brachte ein bahnbrechendes Jahr für KI im Medienverlagswesen

    Obwohl generative KI die KI-gestützte Medienveröffentlichung noch nicht grundlegend revolutioniert hat, hat sie die Branche indirekt beeinflusst. Eine Studie von Originality.ai ergab, dass 65 % der reichweitenstarken Websites KI in der Content-Produktion einsetzen. Dies umfasst die Integration KI-generierter Zusammenfassungen und Inhalte. Der Einsatz von KI hat Fragen zur Produktivitätssteigerung aufgeworfen und die Wettbewerbsbedingungen in der sozialen Suche angeglichen.

    3. Technologieplattformen leiden unter Überheblichkeit

    Plattformen wie Facebook verzeichnen einen Rückgang des Referral-Traffics. Der Fokus liegt auf der Entwicklung eigener Ökosysteme mit Tools für Kreative, was mitunter dazu führt, dass Innovationen auf diesen Plattformen vernachlässigt werden. Dieser Trend hat bei Publishern, die sich an die sich wandelnden Plattformen anpassen müssen, Frustration ausgelöst.

    4. Stabilität des Premium-Inventars und des Abonnentenwerts

    Trotz anfänglichen Optimismus gab es keinen signifikanten Anstieg des Premium-Angebots und des Abonnentenwerts. Die Branche zeigt sich jedoch bemerkenswert widerstandsfähig. Wirtschaftliche Faktoren wie Rezession und Inflation beeinflussen kurzfristige Strategien, während langfristige Beziehungen weiterhin im Vordergrund stehen.

    5. Das Zeitalter der Datenschutztechnologie ist angebrochen

    Datenschutztechnologien haben sich deutlich weiterentwickelt. Mit dem Wegfall von Drittanbieter-Cookies verlagert sich der Fokus der Werbetechnologie hin zu browserbasierten Lösungen, die rechtlichen Rahmenbedingungen wie der DSGVO entsprechen. Die Google Privacy Sandbox setzt den Wegfall von Drittanbieter-Cookies um und signalisiert damit die Entwicklung hin zu einem sichereren und datenschutzfreundlicheren Web, was potenziell zur Realisierung von Web 3.0 führen kann. Publisher sollten die Compliance-Anforderungen kennen und sicherstellen, dass sie diese anstehenden Änderungen erfüllen.

    6. Die YouTube-isierung von allem

    Die Allgegenwärtigkeit von YouTube bei Videoinhalten, insbesondere auf dem aufstrebenden TikTok, ist unübersehbar. TikTok experimentiert mit längeren Videos und konkurriert damit um die Aufmerksamkeit der Desktop-Nutzer, obwohl das Unternehmen zugestimmt hat, dass seine Kurzvideos in den Suchergebnissen indexiert werden und den Content-Erstellern mehr Monetarisierungsmöglichkeiten bieten. Der anhaltende Bedarf an persönlicher Interaktion mit dem Publikum und die Tatsache, dass Content-Ersteller ihr Verhalten zunehmend auf die Algorithmenoptimierung ausrichten, unterstreichen die Notwendigkeit längerer Inhalte. 

    7. Eine Verlagerung hin zur Themen- und Absichtsfindung, nicht zur Auffindbarkeit

    Es lässt sich ein deutlicher Wandel hin zur themenbezogenen Suchintention anstelle der reinen Auffindbarkeit beobachten. Suchmaschinen liefern Antworten direkt in den Suchergebnissen, was sich auf den Website-Traffic auswirkt. Diese Veränderung erfordert eine Neubewertung der Content-Strategie mit Fokus auf qualitativ hochwertige Inhalte, die das Markenvertrauen stärken.

    hier das E-Book mit den Erkenntnissen von PubTech2023 herunter .

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