Inhalte, die einmal online veröffentlicht wurden, bleiben selten an einem Ort verbleiben. Sie durchlaufen einen kompletten Lebenszyklus, in dem sie veröffentlicht, geteilt, aktualisiert und in vielen Fällen über Content-Syndication-Plattformen erneut veröffentlicht werden.
Sowohl für Verlage als auch für Content-Erstellerkann die Syndizierung von Inhalten eine Herausforderung darstellen. Es geht nicht nur um die Wiederveröffentlichung; vielmehr ist es ein strategischer Verstärker für digitale Verlage, der dabei hilft, Inhalte zu verbreiten, um eine größere Reichweite zu erzielen, neue Leser zu gewinnen und sich in der jeweiligen Nische als Autorität zu etablieren.
Dieser Weg ist jedoch nicht ohne Hürden. Doppelte Inhalte bergen das Risiko von Google-Strafen und können die Markenkontrolle erschweren. Trotz dieser Risiken ist die Verbreitung syndizierter Inhalte angesichts des potenziellen Traffics und der Leadgenerierung weiterhin eine lohnende Strategie, sofern die Publisher die Risiken minimieren.
Für alle, die sich gerade erst mit diesem Thema auseinandersetzen, empfehlen wir unseren ausführlichen Leitfaden zur Content-Syndication-SEO, um mehr über den Prozess sowie seine Vorteile und Fallstricke zu erfahren.
In diesem Artikel stellen wir Ihnen Content-Syndication-Plattformen vor, die speziell für Publisher entwickelt wurden. Wir zeigen Ihnen, wie diese Tools Ihnen helfen können, Herausforderungen zu meistern und neue Möglichkeiten für Zielgruppenwachstum, mehr Traffic und eine bessere Suchmaschinenperformance zu erschließen.
Was ist eine Content-Syndication-Plattform?
Eine Content-Syndication-Plattform ermöglicht die Verbreitung von Inhalten über verschiedene Plattformen hinweg. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil einer Content-Syndication-Strategie und erlaubt es Publishern, ihre Reichweite durch die Veröffentlichung ihrer Inhalte auf diversen Drittanbieterplattformen zu erhöhen. Diese Plattformen sind in der Regel auf Content-Syndication-Marketing spezialisiert und bieten eine Reihe von Funktionen wie Planung, Tracking und Reporting.
Content-Syndication-Plattformen unterstützen typischerweise verschiedene Arten von Inhalten wie Artikel, Videos, Infografiken und andere visuelle Inhalte.
Zu den beliebtesten Content-Syndication-Plattformen gehören Flipboard, SimpleFeed, Medium und Stacker. Durch die Nutzung einer solchen Plattform können Publisher ihre Reichweite erhöhen und gleichzeitig die Kontrolle über ihre Markenbotschaft und die Qualität ihrer Inhalte behalten.
Warum ist Content-Syndication wichtig?
Content-Syndication ist für Verlage ein zunehmend wichtiges Wachstumsinstrument, da sie sowohl das Engagement für Inhalte als auch die SEO-Performance durch Backlink-Generierung steigern kann.
Tatsächlich wird der Wert des Content-Syndication-Marktes voraussichtlich von 4,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf 5,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027 ansteigen.
Content-Syndication-Netzwerke ermöglichen die Wiederverwendung bestehender Inhalte, insbesondere zeitloser Inhalte, und sparen so Zeit, Geld und Aufwand. Durch die Verbreitung dieser Inhalte an neuen Orten ergibt sich die Chance auf mehr Traffic, da die Nutzer dem Pfad der Inhalte von der Drittanbieterseite zum ursprünglichen Herausgeber folgen.
Ein weiterer großer Vorteil der Content-Syndikation besteht darin, dass kleinere Verlage von der Autorität und Reichweite größerer Verlage profitieren können, die ihre Inhalte erneut veröffentlichen. Allerdings kann auch das Gegenteil eintreten. Landet der Inhalt auf einer weniger seriösen Website als dem Original, kann er als weniger vertrauenswürdig wahrgenommen werden.
Worauf Sie bei einer Content-Syndication-Plattform achten sollten
Bei der Wahl einer Plattform sollten Sie verschiedene Faktoren berücksichtigen. Wir stellen Ihnen zwölf der wichtigsten vor.
1. Plattformreichweite und Zielgruppe
Da Content-Syndication darauf abzielt, mehr Menschen zu erreichen, ist dies der wichtigste Faktor, den Sie berücksichtigen sollten. Laut Semrush nutzen viele Content-Syndication, um mehr Traffic für ihre Inhalte zu generieren.

Quelle
Schauen Sie aber nicht nur auf die Größe des Publikums einer Plattform, sondern auch auf dessen Demografie und prüfen Sie, ob diese Ihrer Zielgruppe entspricht.
Überlegen Sie außerdem, ob eine Plattform Ihnen helfen kann, Menschen in bestimmten Regionen zu erreichen. Wählen Sie schließlich Plattformen, die Sie über Desktop-Computer, Mobilgeräte und andere Geräte nutzen können.
2. Inhaltsverteilung und Sichtbarkeit
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Größe des Vertriebsnetzes einer Plattform. Bewerten Sie die Reichweite und Qualität der Partnerseiten, auf denen die Inhalte erscheinen sollen.
Achten Sie auf Optionen, mit denen Sie steuern können, wo und wie Ihre Inhalte angezeigt werden (z. B. native Anzeigen, Widgets oder eigenständige Artikel).
Achten Sie darauf, eine Plattform zu wählen, die Ihre Inhalte prominent präsentiert, anstatt sie in größeren Feeds zu verstecken.
3. Zielerfassungsfähigkeiten
Suchen Sie nach Plattformen, die Ihnen helfen, Ihre Zielgruppe anhand von Demografie, Verhalten, Interessen oder Psychografie zu segmentieren. Je mehr ausgefeilte Targeting-Optionen ein Content-Netzwerk bietet, desto mehr qualifizierte Leads werden Sie gewinnen.
Gute Content-Syndication-Netzwerke bieten auch Personalisierungsfunktionen wie dynamische Inhaltsempfehlungen basierend auf dem Nutzerverhalten oder den Präferenzen.
Wenn Sie eine Plattform finden, die es Ihnen ermöglicht, individuelle Kampagnen einzurichten, dann sollten Sie dieser den Vorrang vor anderen Optionen geben.
4. Inhaltsleistungsanalyse
Wenn Sie die Performance Ihrer Inhalte nicht mühsam messen möchten, suchen Sie nach Plattformen, die detaillierte Leistungsanalysen bieten. Achten Sie auf Kennzahlen wie Impressionen, Klicks, Interaktionsrate, Verweildauer und Conversions.
Plattformen, die Echtzeit-Analysen anbieten, sind noch besser. Möglicherweise bevorzugen Sie Plattformen, die Multi-Touch-Attribution oder andere fortgeschrittene Attributionsmodelle unterstützen.
5. Integration und Kompatibilität
Das von Ihnen gewählte Content-Syndication-Netzwerk sollte sich in Ihr Content-Management-System integrieren lassen, um einen reibungslosen Arbeitsablauf zu gewährleisten.
Prüfen Sie außerdem die Kompatibilität mit Drittanbieter-Tools wie Google Analytics, Adobe Analytics oder benutzerdefinierten Dashboards.
Wenn eine Plattform APIs für die programmatische Syndizierung oder Datenextraktion anbietet, ist das umso besser.
6. Umsatzpotenzial
Bei der Auswahl einer Content-Syndication-Plattform sollten Sie auf die angebotenen Monetarisierungsoptionen achten. Dazu gehören Umsatzbeteiligungsmodelle, Möglichkeiten für gesponserte Inhalte oder andere Monetarisierungswege.
Wenn eine Plattform die Möglichkeit zur ROI-Verfolgung bietet, ist das ein zusätzlicher Vorteil.
Da Ihr Umsatzpotenzial von den Plattformkosten abhängt, wählen Sie eine Plattform mit transparenter Preisgestaltung. Bevorzugen Sie Anbieter mit klaren Preisplänen ohne versteckte Gebühren oder Provisionsaufteilungen.
7. Benutzerfreundlichkeit der Plattform
Selbst die beste Plattform ist nutzlos, wenn man ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen kann. Deshalb ist Benutzerfreundlichkeit ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl der besten Content-Syndication-Plattformen.
Die benutzerfreundlichsten Plattformen sind diejenigen, die die Inhaltsverteilung anhand vordefinierter Regeln automatisieren können. Plattformen mit hervorragenden Onboarding- und Selbstlernressourcen sowie exzellentem Kundensupport sollten Vorrang haben.
8. Compliance und Markensicherheit
Manchmal kann die Verwendung der falschen Syndizierungsplattform mehr schaden als nutzen, insbesondere wenn sie keine Funktionen zur Inhaltsmoderation bietet.
Achten Sie daher darauf, eine Plattform zu wählen, die proaktiv gegen Klickbetrug, Bot-Traffic und ungültige Interaktionen vorgeht. Viele Plattformen gewährleisten zudem, dass Ihre Inhalte ausschließlich auf sicheren Webseiten veröffentlicht werden.
Um die Sicherheit einer Plattform zu beurteilen, achten Sie auf Angaben, dass sie die DSGVO, den CCPA und andere relevante lokale Datenschutzgesetze einhält.
9. Kosteneffizienz
Syndizierungsplattformen bieten verschiedene Preismodelle an, darunter Kosten pro Klick, Kosten pro Meile und Festpreise. Vergleichen Sie die Kosten der einzelnen Modelle und wählen Sie die Plattform, die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Ihre spezifischen Bedürfnisse bietet.
Prüfen Sie außerdem, wie flexibel eine Plattform bei Planänderungen und dem gegebenenfalls erforderlichen Pausieren von Kampagnen ist.
10. Nutzerbindung und Konversion
Wenn Sie Ihre Inhalte auf verschiedenen Kanälen verbreiten, sollten Sie stets die Interaktionsraten Ihrer Inhalte im Blick behalten. Daher ist es wichtig, Kennzahlen wie die durchschnittliche Klickrate (CTR) und die Verweildauer auf der Website zu erfassen.
Sie erfahren, ob eine Plattform ihre Versprechen einlöst oder ob Sie wechseln oder Ihre Strategie ändern müssen.
Achten Sie auf Plattformen, die qualitativ hochwertige Leads versprechen und Retargeting-Optionen anbieten, um Nutzer anzusprechen, die mit Ihren syndizierten Inhalten interagiert haben.
11. Berichts- und Optimierungstools
Ergänzend zum vorherigen Punkt: Analysen sind wichtig, Berichte aber ebenso. Achten Sie auf eine Option, mit der Sie individuelle Berichte mit den für Ihr Unternehmen wichtigsten Kennzahlen erstellen können.
Noch besser ist es, eine Plattform zu wählen, die Empfehlungen und A/B-Tests zur Verbesserung der Inhaltsleistung bietet.
12. Reputation und Bewertungen
Bevor Sie in eine Plattform investieren, lesen Sie die Erfahrungsberichte bestehender Nutzer. Besuchen Sie vertrauenswürdige Bewertungsportale, lesen Sie Kundenrezensionen und beurteilen Sie den Ruf der Plattform.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Häufigkeit von Aktualisierungen und neuen Funktionsveröffentlichungen. Eine hohe Frequenz zeigt, dass die Plattform kontinuierlich verbessert wird.
Liste der Content-Syndication-Plattformen für Verlage
Unsere Bewertungen der Content-Syndication-Plattformen für verschiedene Prüfpunkte lauten wie folgt:
| Werkzeug/Plattform |
Plattformreichweite und Zielgruppe |
Inhaltsverteilung und Sichtbarkeit |
Zielerfassungsfähigkeiten |
Content-Performance-Analyse |
Integration und Kompatibilität |
Umsatzpotenzial |
Plattformnutzbarkeit |
Compliance und Markensicherheit |
Kosteneffizienz |
Nutzerbindung und Konversion |
Berichts- und Optimierungstools |
Reputation und Bewertungen |
Gewichtete Punktzahl |
| Outbrain |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
5 |
5 |
4.1 |
| Taboola |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
5 |
5 |
4.1 |
| Dianomi |
3 |
5 |
4 |
5 |
4 |
3 |
4 |
5 |
4 |
3 |
5 |
5 |
4.0 |
| LinkedIn-Veröffentlichung |
5 |
3 |
3 |
2 |
2 |
3 |
4 |
5 |
4 |
5 |
3 |
5 |
3.7 |
| Substack |
3 |
2 |
2 |
2 |
2 |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
2 |
5 |
3.7 |
| Wohnungsplan |
3 |
4 |
3 |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
4 |
3 |
3 |
5 |
3.7 |
| Avid Collective |
3 |
4 |
4 |
3 |
3 |
5 |
3 |
4 |
5 |
3 |
2 |
4 |
3.6 |
| Google News |
5 |
4 |
2 |
2 |
3 |
1 |
5 |
5 |
5 |
5 |
2 |
5 |
3.6 |
| Medium |
4 |
3 |
2 |
2 |
2 |
2 |
5 |
5 |
5 |
5 |
2 |
5 |
3.5 |
| Reddit |
5 |
3 |
5 |
3 |
3 |
3 |
3 |
2 |
4 |
4 |
3 |
3 |
3.5 |
| Stapler |
3 |
4 |
3 |
3 |
3 |
4 |
3 |
4 |
5 |
3 |
2 |
4 |
3.4 |
| Quora |
4 |
3 |
2 |
2 |
2 |
3 |
4 |
4 |
4 |
3 |
3 |
4 |
3.2 |
| SimpleFeed |
2 |
3 |
3 |
3 |
5 |
4 |
3 |
4 |
4 |
2 |
3 |
4 |
3.2 |
| Flipboard |
4 |
3 |
2 |
2 |
2 |
1 |
4 |
4 |
5 |
5 |
2 |
4 |
3.1 |
| Quuu Promote |
3 |
2 |
3 |
2 |
2 |
1 |
4 |
4 |
4 |
3 |
2 |
3 |
2.6 |
Schlussbetrachtung
Content-Syndication bietet Verlagen die Möglichkeit, älteren Inhalten neues Leben einzuhauchen. Sie steigert nicht nur die Sichtbarkeit der Inhalte, sondern trägt auch zur Generierung wertvoller Backlinks bei, die das Suchmaschinenranking verbessern.
Wir haben bereits verschiedene Content-Syndication-Plattformen vorgestellt, doch es gibt noch einige weitere Möglichkeiten, Inhalte zu syndizieren, die erwähnenswert sind. Video-Syndication ist eine einzigartige Methode, ältere Inhalte wiederzuverwenden. Die Umwandlung bestehender Inhalte in Videos und deren Upload auf Plattformen wie YouTube entwickelt sich zu einer vielversprechenden redaktionellen Strategie.
Für Anbieter digitaler Videos könnte die Syndizierung von Audioinhalten eine interessante Möglichkeit sein, Inhalte erneut zu veröffentlichen. Weitere Einblicke, wie Sie das volle Potenzial Ihrer Inhalte ausschöpfen können, finden Sie in unseren Leitfäden zur Content-Promotion-Strategie und zur Content-Atomisierung.
Häufig gestellte Fragen
Was verstehen Sie unter Content-Syndication?
Content-Syndication bezeichnet die strategische Verbreitung von Inhalten über verschiedene Plattformen hinweg als digitaler Herausgeber, um die Reichweite zu erhöhen und eine größere Sichtbarkeit zu erlangen.
Wie funktioniert Content-Syndication?
Es ist ganz einfach: Teilen Sie Ihre Inhalte auf mehreren Kanälen, um mehr Leser zu erreichen. So können Sie Ihre Reichweite vergrößern, ohne zusätzlichen Aufwand bei der Inhaltserstellung.
Ist Content-Syndication legal?
Solange Sie die Rechte an den Inhalten besitzen, ist die Syndizierung legal. Die meisten professionellen Netzwerke kümmern sich um die Verträge, sodass Sie beim Erreichen eines größeren Publikums keine Urheberrechtsprobleme bekommen.
Sind kostenpflichtige Content-Syndication-Netzwerke besser als kostenlose Lösungen?
Ehrlich gesagt, können bezahlte Netzwerke Ihnen viel Ärger ersparen. Sie erreichen mit Ihren Inhalten die richtige Zielgruppe auf relevanten Websites und können anhand realer Daten sehen, was funktioniert.
Auch kostenlose Optionen können Ihre Inhalte verbreiten, sind aber oft mit Unsicherheiten behaftet. Wenn Sie planbare Ergebnisse erzielen möchten, ohne Ihre Zeit mit der Suche nach Platzierungen zu verbringen, sind kostenpflichtige Optionen in der Regel sinnvoll.
Was ist besser: Taboola oder Outbrain?
Es gibt keinen eindeutigen Gewinner, da Outbrains Expertise im Bereich Content Discovery liegt, während Taboola sich primär auf Native Advertising konzentriert. Letztendlich entscheiden individuelle Bedürfnisse und Präferenzen. Daher empfehlen wir, Funktionen, Preise und Kundensupport zu vergleichen, bevor Sie eine Entscheidung treffen.