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    Der Journalismus braucht eine Open-Source-Revolution

    Im Jahr 2011 rief die Knight-Mozilla Foundation eine der weltweit ersten Partnerschaften zur Förderung von Open-Source-Innovationen im Journalismus ins Leben und argumentierte, dass frei nutzbare Technologie für die Nachrichtenbranche unerlässlich sei…
    Aktualisiert am: 1. Dezember 2025
    Gregory Bruno

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    Gregory Bruno

    Vahe Arabian

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    Vahe Arabian

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    Herausgegeben von

    Vahe Arabian

    Im Jahr 2011 rief die Knight-Mozilla Foundation eine der weltweit ersten Partnerschaften ins Leben, um Open-Source-Innovationen im Journalismus zu fördern. Sie argumentierte, dass frei nutzbare Technologie für die Nachrichtenbranche einer der besten Wege sei, um eine angeschlagene Branche stärken.  Theoretisch klingen diese Synergien plausibel. Journalismus und Open-Source-Software weisen viele Gemeinsamkeiten auf. Die Akteure beider Disziplinen waren historisch gesehen weniger von proprietärer, gewinnorientierter Kontrolle motiviert, sondern vielmehr vom gemeinsamen Interesse am Gemeinwohl. Doch trotz dieser Gemeinsamkeiten und der Pioniere hält sich im Journalismus immer noch der Irrglaube, dass Eigenentwicklungen oder kommerzielle Lösungen die besten Wege seien, technologische Herausforderungen zu meistern.  Um dieses überholte Denken zu überwinden – und Redaktionen zu helfen, mit weniger Geld effizienter zu arbeiten – braucht der Journalismus eine Open-Source-Revolution. Hier sind fünf Gründe dafür: 

    1. Bestimme dein eigenes Schicksal

    Open-Source-Software gibt Redaktionsleitern die volle Kontrolle über ihre digitale Präsenz. Die meisten proprietären Tools erfordern Konformität; Open-Source-Software hingegen garantiert Flexibilität. Darüber hinaus ermöglichen Open-Source-Tools Nachrichtenorganisationen, komplexe Herausforderungen zu meistern, ohne Leistungseinbußen hinnehmen zu müssen. Und da sich die meisten Open-Source-Softwarelösungen problemlos in bestehende Systeme integrieren lassen, kann der Umstieg schrittweise erfolgen. 

    2. Fernzusammenarbeit

    Als die Coronavirus-Pandemie im März 2020 Unternehmen weltweit abrupt zwang, ihre Mitarbeiter nach Hause zu schicken und in Quarantäne zu begeben, mussten sich Nachrichtenorganisationen schnell anpassen. Open-Source-Tools erleichterten diesen Übergang. Bei NTB, der norwegischen Nachrichtenagentur, konnten Reporter und Redakteure ihr Nachrichtenvolumen vor der Pandemie unter anderem deshalb aufrechterhalten, weil ihr Content-Management-System, ein Headless-CMS namens [Name des Systems/der Software], [Name des Systems/der Software], [Name des Systems/der Software] funktionierte Superdesk, ist webbasiert, sicher und von überall mit Internetanschluss zugänglich.  „Mit Superdesk hatten wir in der langen Phase des Homeoffice bisher keine größeren technischen Probleme“, sagte Magnus Aabech, Redakteur in der Technologie- und Entwicklungsabteilung von NTB. Tatsächlich produzierte NTB in den letzten zwei Märzwochen sogar 4 % mehr Inhalte – 3.675 – als im gleichen Zeitraum im Januar.   Open-Source-Software kann auch redaktionelle Kooperationen mit anderen Partner-Nachrichtenorganisationen erleichtern; QuelleDie von OpenNews.org betriebene Website bietet eine vollständige Liste nützlicher kollaborativer Open-Source-Tools.  

    3. Schneller arbeiten, besser bauen 

    Nutzer von Open-Source-Software profitieren von der Bündelung von Entwicklungsressourcen, was insbesondere für finanzschwache Nachrichtenorganisationen wichtig ist. Wenn beispielsweise ein Nutzer eine Lösung entwickelt, die die Effizienz steigert, können alle anderen Softwarenutzer diese Lösung in ihre eigenen Prozesse integrieren.   Dies ist die Begründung für die Superdesk Wire Club, ein globales Konsortium nationaler Nachrichtenagenturen, das mit dem in Prag ansässigen Softwareunternehmen zusammenarbeitet Sourcefabric, um das Newsroom-CMS Superdesk mitzuentwickeln. Wie der Organisator des Wire Clubs mitteilte Journalism.co.uk letztes Jahr„Wenn Nachrichtenorganisationen zusammenarbeiten, um die technologische Effizienz zu verbessern und Entwicklungskosten zu teilen, profitiert die gesamte Branche.“ 

    4. Niedrigere Kosten

    Da Open-Source-Software kostenlos heruntergeladen und genutzt werden kann, fallen keine Lizenzgebühren oder jährliche Zahlungen in Millionenhöhe an. Open-Source-Software ermöglicht Redaktionen, ihre Abläufe zu optimieren und individuell anzupassen sowie die Gemeinkosten durch Gebührenfreiheit und gemeinsame Entwicklungsprojekte niedrig zu halten.  

    5. Schutz der Ideen- und Informationsfreiheit

    Genau wie Journalisten neigen auch Open-Source-Software-Verfechter dazu, Beschützer der freien MeinungsäußerungDas Internet wurde als Ort für den freien Austausch von Ideen und Informationen geschaffen. Indem Nachrichtenorganisationen in Open-Source-Software investieren, unterstützen sie daher die Prinzipien und Werte, auf denen das Internet basiert. 

    Mehr erreichen, mit mehr 

    Open-Source-Softwareentwickler verfügen zwar oft nicht über die Marketingbudgets kommerzieller Unternehmen, doch ihre Tools sind häufig genauso leistungsstark, wenn nicht sogar noch leistungsfähiger. Angesichts der Tatsache, dass Nachrichtenorganisationen weltweit vor der doppelten Herausforderung stehen, weniger Ressourcen zu haben und gleichzeitig unter Innovationsdruck zu stehen, müssen Redaktionsleiter Wege finden, ansprechende und relevante Inhalte zu erstellen – und das mit weniger Aufwand. Open-Source-Software bietet hierfür eine naheliegende Lösung.
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