Im November 2023 veranstaltete State of Digital Publishing (SODP) die PubTech2023 – ein Online-Event für Fachleute aus den Bereichen digitales Publizieren und Nachrichtenmedien.
Dieser Artikel basiert auf der Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus einer Präsentation von Matt Lawson , Publisher Success Manager bei Ezoic.
Die Arbeit als Publisher ist im Laufe der Jahre immer komplexer geworden. Zwischen Content-Management-Systemen (CMP), SSL-Zertifikaten, Tools zur Website-Geschwindigkeitsoptimierung, Anzeigeneinblendungen, spezifischen Anzeigenformaten, SEO-Strategien und vielem mehr sind Publisher gezwungen, auf immer mehr Technologien von Drittanbietern zurückzugreifen. Dies kann kostspielig sein und zu einem stetig wachsenden Überangebot an CSS- und JS-Code auf Websites in der gesamten Branche führen.
Kann der Aufstieg der KI diese Abhängigkeit von Drittanbietern verringern, Websites extrem verlangsamen und Verlagen mehr Zeit geben, sich auf Inhalte zu konzentrieren?
Der Aufstieg der Plugins
Aktuell stehen 55.000 WordPress-Plugins zur Installation bereit. Dies verdeutlicht die enorme Größe des Plugin-Marktes. Der Erfolg dieser Branche beruht darauf, dass sie eine benutzerfreundliche Möglichkeit bietet, Websites individuell anzupassen und ihre Funktionen zu erweitern.
Diese Abhängigkeit von Plugins kann jedoch auch kostspielig sein – insbesondere für kleinere Publisher. Plugins beinhalten oft zusätzliche Software, Premium-Abonnements und monatliche Gebühren. Bei einem durchschnittlichen Monatspreis von 20 bis 30 US-Dollar und einer Website, die beispielsweise 15 Plugins nutzt, zahlt der Publisher jährlich über 5.000 US-Dollar. Hinzu kommen noch die Kosten für Domain, Hosting, SSL-Zertifikat und E-Mail-Service.
Dies kann dazu führen, dass kleinere Verlage, die ohnehin schon am Rande der Rentabilität stehen, nicht mehr wettbewerbsfähig sind, da sie sich die Tools, auf die sie für eine funktionierende Website angewiesen sind, schlichtweg nicht mehr leisten können. Es ist unter Umständen auch keine wirkliche Wahl. Diese Themes können kostspielig sein und einen Wechsel erheblich erschweren.
Das verschärft das Problem, mit dem wir bei diesen Plugins konfrontiert sind: Verlage finden Komplettlösungen zu teuer, aber auch die Verwendung einzelner Lösungen mit mehreren Plugins summiert sich im Laufe der Zeit.
KI vs. Plugins
Inhaltserstellung
Manuelle Arbeitsabläufe sind eine Aufgabe, bei der KI besonders nützlich und effektiv ist. Tools wie ChatGPT unterstützen Brainstorming und Content-Erstellung. Ezoic bietet mit Wordsmith eine kostenlose KI-Lösung, die nicht nur Inhalte, sondern ganze Artikel erstellt – inklusive Überschriften, Unterüberschriften, Schwerpunkten, verschiedenen Formatvorlagen usw.
Website-Baukästen
Das Bestehen der Core Web Vitals (CWVs) ist für Publisher, insbesondere für kleine Verlage und Einzelunternehmer, die ihre Website etablieren möchten, von enormer Bedeutung. Das Bestehen der CWVs verbessert das Suchmaschinenranking und den organischen Traffic. Häufig sind es Page-Builder, die Publisher daran hindern, die CWVs zu erfüllen. Zwar verbessern sie die Ästhetik, aber durch zusätzlichen JavaScript- und CSS-Code, der in die Seite eingefügt wird.
Auch Kontaktformulare können zusätzlichen Code laden und sich negativ auf die Conversion-Rate auswirken. Dieses Dilemma zwischen einer ansprechenden Website und dem Wunsch, den organischen Traffic nicht zu beeinträchtigen, veranlasste viele Publisher, nach einfacheren Lösungen zu suchen.
Anzeigenumsetzung
Die Monetarisierung kann für kleine Publisher eine Herausforderung darstellen. Monetarisierungs-Plugins bieten zwar eine einfache Möglichkeit, Werbekanäle zu integrieren, doch leider hat sich gezeigt, dass viele dieser leicht zugänglichen Plugins oft gegen Googles Richtlinien verstoßen. Dies kann zu unregulierter Anzeigenqualität und hoher Anzeigendichte führen. Die Entfernung eines Verstoßes gegen die Google Ad Manager-Richtlinien ist äußerst schwierig, wodurch die Nutzung von Plugins zur Anzeigenmonetarisierung mit hohen Risiken verbunden ist.
Plugins sind nicht nur potenziell unsicher, sondern oft auch statisch – sie passen sich nicht gut an unterschiedliche Besucher an.
Eine Alternative besteht darin, direkte Anzeigenaufträge zu erteilen – also direkt mit den Werbetreibenden zu verhandeln.
KI bietet die Möglichkeit, das Werbeerlebnis jedes Besuchers zu personalisieren – Anzahl, Größe, Format usw. Dies kann die Werbeeinnahmen . Es schafft ein Gleichgewicht zwischen pluginbasierter und direkter Anzeigenschaltung (Geschwindigkeit vs. Qualität).
Kann KI jedes Plugin ersetzen?
Noch nicht, aber KI macht Plugins zunehmend Konkurrenz. So hat KI beispielsweise einige Social-Media-Plugins bereits überflüssig gemacht. KI-gestützte SEO-Tools bieten einen deutlichen Vorteil gegenüber herkömmlichen SEO-Tools: Sie machen die manuelle Datenanalyse überflüssig, um relevante Inhalte für einen Publisher zu ermitteln.
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Künstliche Intelligenz kann jedoch noch nicht alles leisten – beispielsweise benötigen Firewalls oder Anti-Bot-Systeme weiterhin menschliches Eingreifen. Plugins zur Leistungsoptimierung können zwar einen KI-Assistenten einsetzen, der aufzeigt, welche Änderungen an einer Website erforderlich sein könnten, aber sie können die Leistungsoptimierung nicht selbstständig durchführen.
Daher müssen Verlage KI einsetzen, um ein Gleichgewicht zu finden – um herauszufinden, welche Plugins sich negativ auf die Leistung und Monetarisierung einer Website auswirken, ohne dabei alle Plugins zu eliminieren (was oft unmöglich sein kann – insbesondere für kleine Verlage).
Sehen Sie sich die vollständige Sitzung an:
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