Bots (kurz für Roboter) sind Softwareanwendungen, die automatisierte, einfache und sich wiederholende Aufgaben über das Internet ausführen. Man geht davon aus, dass über 40 % des gesamten Internetverkehrs bestehen aus Bot-Verkehr Heutzutage sind sie in den meisten Fällen für das Web-Crawling zuständig, bei dem ein automatisiertes Skript Informationen von Webservern abruft, analysiert und speichert.
Sie sind auch im Verlagswesen präsent und ihre Bedeutung nimmt zu.
Bots, die das Verhalten echter Nutzer imitieren, durchdringen ständig den Traffic auf Webseiten von Verlagen weltweit. Da sie sich immer weiter verbessern und anpassen, um wie ein echter menschlicher Besucher auszusehen, können Investitionen in die automatisierte Bot-Erkennung und -Verwaltung für Verlage hilfreich sein.
Was können Bots tun?
Natürlich gibt es verschiedene Arten von Bots, nennen wir sie „gute“ und „böse“. Die ersten automatisieren Aufgaben zum Nutzen der Nutzer, während die zweiten hingegen Chaos anrichten, indem sie Spam-Kampagnen automatisieren, Denial-of-Service-Angriffe durchführen oder die Netzwerksicherheit gefährden. Im Falle der Verlagsbranche ist die Entfernung schädlicher Bots wichtig, da diese die Besucherzahlen künstlich in die Höhe treiben und dadurch die Verhaltensanalysen der Nutzer verfälschen. Die Eliminierung schädlicher Bots, die gefälschten Traffic erzeugen, ist ein entscheidender Schritt, um Publishern die genauen Daten zu liefern, die sie benötigen, um das Nutzererlebnis zu verbessern, das Wachstum echter Nutzer zu fördern und höhere finanzielle Vorteile aus der Werbung zu erzielen. Im Hinblick auf die Funktionsweise von Bots in der Verlagsbranche sind die folgenden Vorhersagen erwähnenswert: Bots würden die Content-Ersteller ersetzen In Zukunft. Keine Sorge, ich meine nicht, dass Bots Journalisten und Texter beim Verfassen ansprechender und origineller Inhalte ersetzen werden. Es gibt jedoch Inhaltsarten, die nach einem bestimmten Schema erstellt und automatisiert werden können. Dazu gehören beispielsweise Berichte, Statistiksammlungen usw. Es gab bereits Versuche, Bücher von Bots schreiben zu lassen, aber diese Technologie bedarf noch einiger Verbesserungen. Aktuell werden Bots jedoch in der Verlagsbranche bereits häufig in Form von Chatbots eingesetzt. Darauf gehen wir im weiteren Verlauf dieses Artikels genauer ein.Chatbots in der Verlagsbranche
Eine der praktischen Anwendungsformen von Bots sind sogenannte Chatbots. Dabei handelt es sich um internetbasierte Computerprogramme, die Gespräche mit Menschen simulieren – sei es auf einer Website, in sozialen Medien oder sogar über WhatsApp oder Facebook Messenger. Chatbots ermöglichen Website-Besuchern die sofortige Kommunikation, die Beantwortung von Fragen und die umgehende Lösung von Problemen. Sie kennen sie wahrscheinlich von vielen Websites, wo sie als Support und Kundenservice fungieren (beispielsweise können Sie dank ihnen in vielen Restaurants bequem Essen bestellen). Laut einer Studie aus dem Jahr 2018 Umfrage62 % der Internetnutzer gaben an, Chatbots für den Kundensupport gerne zu nutzen. Das ist mehr als die Hälfte aller Nutzer! Diese Statistik zeigt vielen Marken und Verlagen das Potenzial von Chatbots, insbesondere da ihr Einsatzspektrum weit über den reinen Kundensupport hinausgeht. Chatbots eröffnen Verlagen viele neue Möglichkeiten, Probleme ihrer Kunden zu lösen. Darüber hinaus ermöglicht diese Technologie dies effektiv und zeitnah, ohne dass eine Registrierung oder Anmeldung erforderlich ist.Wie können Verlage Chatbots einsetzen?
In vielerlei Hinsicht spielen Chatbots die gleichen Rollen wie Mobile-Apps für ZeitschriftenBeide können Verlagen auf moderne und effektive Weise dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen und die Beziehungen zu bestehenden Kunden zu stärken. Ihre Bezeichnungen unterscheiden sich jedoch geringfügig.Wofür können Chatbots in einem Verlag eingesetzt werden?
- Abonnements verwalten
- Um eine individuelle Zusammenfassung bereitzustellen
- Um die Leser auf dem Laufenden zu halten
- Neuheiten vorschlagen
- Zur Verbesserung der Datenerfassung
- Zur Verbesserung des E-Mail-Marketings
Chatbots im Verlagswesen – Beispiele aus der Praxis
Chatbots werden sowohl im Zeitungs- als auch im Buchverlagswesen eingesetzt. Ich habe drei Beispiele bekannter Marken ausgewählt, um Ihnen zu zeigen, wie diese Technologie genutzt wird.- Harper Collins hat Buchempfehlungs-Bots auf Facebook eingeführt. Das löst das Problem vieler Leser: Was soll ich als Nächstes lesen? Der Chatbot „Epic Reads“ hilft bei der Beantwortung dieser Frage. Mit ein paar einfachen Fragen zu bisherigen Lieblingsbüchern und Genre-Vorlieben findet der Bot ein Buch, das genau Ihrem individuellen Lesegeschmack entspricht.
- Ein ähnliches Konzept verfolgt der Macmillan-Verlag. Sein Chatbot dient als Buchempfehlungsassistent und sucht nach Antworten auf häufig gestellte Fragen von Kunden zur Auswahl von Büchern – ob als Geschenk oder zum Lesen. Der Chatbot kommuniziert mit den Nutzern wie ein Mensch und hilft ihnen über eine dialogbasierte Benutzeroberfläche bei der Auswahl und Online-Bestellung von Büchern.
- Auch Zeitungsverlage wie das Wall Street Journal nutzen Chatbots. Sie entwickelten einen Messenger-Chatbot, der Nutzern Zugriff auf die täglichen Informationszusammenfassungen des Journals, Eilmeldungen und Live-Marktdaten bietet. Ziel war es, ein jüngeres Publikum anzusprechen und den erstklassigen Journalismus des Journals neuen Lesern weltweit zugänglich zu machen.





