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    8 Strategien für First-Party-Daten für digitale Verlage

    Im Mai 2024 veranstaltete State of Digital Publishing (SODP) die Monetization Week – ein Online-Event für Fachleute aus den Bereichen digitales Publizieren und Nachrichtenmedien. Dieser Artikel basiert auf der Zusammenfassung…
    Aktualisiert am: 1. Dezember 2025
    Saida Ayupova

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    Saida Ayupova

    Vahe Arabian

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    Vahe Arabian

    Vahe Arabian

    Herausgegeben von

    Vahe Arabian

    Im Mai 2024 veranstaltete State of Digital Publishing (SODP) die Monetization Week – ein Online-Event für Fachleute aus den Bereichen digitales Publizieren und Nachrichtenmedien. 

    Dieser Artikel basiert auf der Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus einem Vortrag von Vahe Arabian, dem Gründer von SODP.

    Bei der Entwicklung nachhaltiger First-Party-Strategien ist es wichtig, dass Publisher ihren Ansatz definieren – wie sie die Grundlage ihrer First-Party-Daten schaffen wollen. 

    Es umfasst drei wichtige Schritte: 

    1. Datenerfassung : Drei Datenerfassungspunkte können zur Stärkung der First-Party-Strategie von Publishern beitragen – Daten zum Nutzerverhalten, Kampagnendaten und CRM-Daten.
    2. Datenkonsolidierung : Verlage sollten bestrebt sein, die gesammelten Daten auf einer Customer Data Platform (CDP) zu vereinheitlichen, um eine vollständige und kohärente Sicht auf jeden Benutzer in ihrer Datenbank zu erhalten.
    3. AusführungIn dieser Phase stehen Verlagen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung, mit ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten und ihre Produkte/Inhalte zu monetarisieren. Folgende Hauptaspekte sollten dabei berücksichtigt werden:
      1. E-Mail-Automatisierung: Wenn Verlage über Methoden zur E-Mail-Erfassung verfügen, können sie mithilfe der Automatisierung gezielte Nachrichten zum richtigen Zeitpunkt an bestimmte Nutzer senden, um die gewünschten Reaktionen hervorzurufen. 
      2. Publikumswachstum: Verlage können die gesammelten Daten nutzen, um ihre Leserschaft zu erweitern und durch Cross-Selling, Lead-Nurturing, gezielte Werbung usw. Einnahmen zu generieren.
      3. Personalisierung/Wiederverbreitung von Inhalten: Hierbei werden First-Party-Daten verwendet, um personalisierte Inhalte für jeden Nutzer zu erstellen und so ein weiteres Engagement zu fördern. 

    Strategien für First-Party-Daten, die zu berücksichtigen sind

    1. Benutzerregistrierung

    Dies ist vermutlich die unkomplizierteste aller Datenerfassungsstrategien. Nutzer erhalten häufig Zugang zu einem kostenlosen Newsletter oder ähnlichen Inhalten im Austausch für die Angabe ihrer E-Mail-Adresse und anderer persönlicher Daten.

    Zu den bewährten Vorgehensweisen gehören hierbei folgende Punkte:

    • Den Lesern wird auf der Anmeldeseite ein klarer Überblick über die verschiedenen Produktangebote vermittelt.
    • Um die Erwartungen der Nutzer zu steuern, bieten wir kostenlose Produktvorschauen mit nur einem Klick an.
    • Das Produkt mit dem höchsten Verkaufspotenzial wird in der Mitte des Produktstapels positioniert.
    • Mehrere Anmeldeaufforderungen über die gesamte Länge einer Landingpage verteilen.

    Die South China Morning Post und Milk Road sind zwei Websites, die die meisten dieser Best Practices für die Benutzerregistrierung anwenden.

    2. Single Sign-On (SSO)

    Das manuelle Eingeben persönlicher Daten im Anmeldeformular stellt zwar nur eine kleine, aber dennoch erhebliche Hürde im Registrierungsprozess dar. Dies ließe sich leicht umgehen, indem man den Nutzern die Möglichkeit bietet, sich mit einem Klick über ein bestehendes Konto bei Google, Facebook oder anderen etablierten Plattformen anzumelden. 

    Die SCMP-Website ist erneut ein gutes Beispiel für korrekt implementiertes SSO. Sie bietet Lesern, die diesen Weg nutzen, außerdem ein einmonatiges Gratis-Abonnement an. 

    3. Progressives Profiling

    Während des Anmeldevorgangs auf der SCMP-Website wird den Nutzern ein Menü mit einer breiten Themenpalette angezeigt. Nutzer können die für sie relevanten Themen auswählen, um personalisierte Inhaltsvorschläge von der Website zu erhalten. 

    Dies ist eine Form des progressiven Profilings – ein Prozess, bei dem ein Herausgeber im Laufe der Zeit durch schrittweise Anfragen nach und nach Informationen über einen Nutzer sammelt. Dies wirkt weniger aufdringlich als das Stellen vieler Fragen zu Beginn und kann zu einer verbesserten Nutzererfahrung führen. 

    4. Ereignisbasierte Nachverfolgung

    Aus Sicht der Eventbranche möchten Publisher nahezu jede Interaktion auf ihrer Website nachverfolgen können. Beispiele hierfür sind Content-Sharing, die standardmäßige Nutzung von Google Analytics 4 ( GA4 ) oder Heatmap-Tools wie Clarity.

    Ein Beispiel für potenziell relevante Interaktion ist das Kommentieren. Nutzer, die einer bestimmten Marke stärker verbunden sind, beteiligen sich mit größerer Wahrscheinlichkeit an Online-Diskussionen. 

    Markenloyalität ist aus Marketingsicht eine äußerst nützliche Kennzahl. 

    5. Klicken Sie auf „Quellenangabe“

    Links, die von Affiliate-Netzwerken an Publisher übermittelt werden, enthalten eine eindeutige ID, die zur Auszahlung von Affiliate-Provisionen bei erfolgreichen Conversions verwendet wird. Wenn ein Leser auf diesen Link klickt, wird diese Aktion vom Netzwerk erfasst und gilt als DSGVO-konforme Erstanbieterdaten. 

    Auf PhoneArena wird der Affiliate-Link mithilfe von Geo-Targeting so ausgerichtet, dass Leser auf die passende lokale E-Commerce-Website weitergeleitet werden. Auch die Preisangaben im Link sind lokalisiert, um einen reibungslosen Kaufprozess zu gewährleisten.

    6. Umfragen, Erhebungen und Rezensionen

    Umfragen und Meinungsforen können ein wirksames Mittel sein, um die Publikumsbindung zu steigern und die Bemühungen der Verlage um ein progressives Profiling zu unterstützen.

    Mit dem Aufkommen von KI-Tools wurde der Prozess drastisch vereinfacht und automatisiert. News Clues ist ein solches Tool, das derzeit von vielen Plattformen getestet wird.

    7. Vom Herausgeber bereitgestellte Kennungen (PPIDs)

    PPIDs sind Teil von Googles umfassenderem Plan, invasive Drittanbieter-Cookies durch datenschutzfreundliches Tracking im Google Ad Manager (GAM) zu ersetzen. 

    Publisher, die hauptsächlich GAM360 nutzen, sollten sicherstellen, dass PPIDs in ihrer Konfiguration aktiviert sind, um die Anforderungen der Abschaffung von Drittanbieter-Cookies zu erfüllen. Wenn Publisher mit einem programmatischen Ad-Tech-Partner zusammenarbeiten, empfiehlt es sich, diesen zu bitten, dieselbe Konfiguration zu verwenden, damit die Publisher weiterhin Zugriff auf die Datenweiterleitung haben.

    8. Gamifizierung

    Verlage können Wettbewerbe und Gewinnspiele nutzen, um die Publikumsbeteiligung zu erhöhen und eigene Daten zu sammeln. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Gewinnspiel, an dem jeder durch Angabe seiner E-Mail-Adresse oder anderer Daten teilnehmen kann. 

    Campaignware ist eine Plattform, die Verlagen eine breite Palette vorgefertigter Vorlagen für spielerische Ranglistenwettbewerbe und Umfragen bietet. 

    Sehen Sie sich die vollständige Sitzung an:

    hier das E-Book mit den Erkenntnissen der Monetarisierungswoche herunter .