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    Jason Falls

    Jason Falls zählt zu den meistgelesenen und angesehensten Stimmen im digitalen Marketing und in den sozialen Medien. Als Innovator im Bereich Social Listening und Analytics verbringt er einen Großteil seiner Zeit damit…
    Aktualisiert am: 1. Dezember 2025
    Vahe Arabian

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    Jason Falls zählt zu den meistgelesenen und angesehensten Stimmen im digitalen Marketing und in den sozialen Medien. Als Pionier im Bereich Social Listening und Analytics analysiert er Online-Konversationen, um für die Kunden des Conversation Research Institute Erkenntnisse über das Konsumentenverhalten zu gewinnen. Zudem berät er zahlreiche B2C- und B2B-Kunden zu übergreifenden Fragen des digitalen Marketings. Seine praxisorientierten Ideen teilt er regelmäßig auf ConversationResearchInstitute.com und JasonFalls.com. Er liebt Louisville, Sport und Bourbon.

    Was hat Sie dazu bewogen, im Digital-/Medienverlag zu arbeiten?

    Ich habe schon immer gerne geschrieben, und als eine meiner Zeitungskolumnen von der Zeitung abgesetzt wurde, schrieb ich sie online weiter, für alle Interessierten. Das brachte mich zum Bloggen, und meine Auseinandersetzung mit digitalen Publikationswerkzeugen wuchs von da an. Da ich im Studium Rundfunkjournalismus studiert hatte, kannte ich mich mit Video- und Audiobearbeitung und -produktion schon lange aus, bevor Videos und Podcasts so populär wurden. Deshalb habe ich mich immer wieder mit den verschiedenen Facetten dieser Bereiche beschäftigt.

    Wie sieht ein typischer Tag für Sie aus?

    Ich arbeite mit einem MacBook Pro und nutze hauptsächlich Google-Tools zur Organisation. Ich mache mir viele Notizen und schreibe in Evernote, verwende aber auch Word oder Hemingway für wichtigere, kundenorientierte Texte. Meine Recherchen führe ich mit verschiedenen Social-Listening-Tools durch, wobei ich in letzter Zeit besonders häufig Brandwatch nutze. Meine Social-Media-Aktivitäten führe ich in der Regel direkt auf den jeweiligen Netzwerken durch (hauptsächlich Facebook, Twitter und LinkedIn), wobei ich Sprout Social verwende, um Inhalte zu planen und Beiträge zu terminieren.

    Wie sieht Ihr Arbeitsaufbau aus?

    Mein Arbeitsplatz ist recht simpel. Ein MacBook und ein zusätzlicher Bildschirm, plus natürlich Word. Für die Bearbeitung von Kundenaufträgen nutze ich außerdem InDesign. Und ich schwöre auf meinen Stehtisch – er hat mein Arbeitsleben verändert, da ich kaum noch Rückenschmerzen habe.

    Was tun oder gehen Sie, um sich inspirieren zu lassen?

    Ich liebe diese Frage und habe sogar schon Vorträge darüber gehalten, wie man das am besten angeht. Jeder hat da seine eigene Herangehensweise, aber ich persönlich beobachte sehr gerne Menschen. Deshalb schreibe ich gerne in Cafés mit Kopfhörern, höre dabei etwas mitreißende Musik (meistens Rock ’n’ Roll oder Punk) und lasse einfach die Stimmung auf mich wirken. Wenn ich nicht weiterkomme, höre oder sehe ich mir auch gerne Stand-up-Comedy an. Humor regt meine Fantasie an und inspiriert mich oft zu lustigen Texten, entweder für mich selbst oder für Kunden. Außerdem bin ich ein großer Fan davon, mir eine mentale Auszeit zu nehmen und entweder zu meditieren oder ein lustiges Spiel auf meinem Handy zu spielen.

    Was ist Ihr Lieblingstext oder -zitat?

    Das ist eine schwierige Frage. Ich kann mir einfach nicht viele Zitate merken. Und ich mag so viele verschiedene Literaturrichtungen, dass es schwerfällt, mich festzulegen. Ich muss aber sagen, dass ich die Romane von Christopher Moore außerordentlich gerne lese. Gute Humoristen begeistern mich immer wieder. Außerdem lese ich gerade eine Kurzgeschichtensammlung von Hemingway, daher greife ich hin und wieder auch mal zu den Klassikern.

    Was ist das leidenschaftliche Problem, mit dem Sie sich im Moment befassen?

    Wir suchen nach Wegen, unsere Konversationsforschung zu skalieren. Am Conversation Research Institute nutzen wir Daten von Social-Listening-Plattformen und analysieren sie mit menschlicher Expertise. Die Herausforderung besteht darin, dass uns die personellen Ressourcen fehlen, um alle notwendigen Analysen schnell durchzuführen. Unsere Tests mit künstlicher Intelligenz waren frustrierend, da die Ergebnisse der Maschinen nicht unseren Qualitätsansprüchen genügen. Wie können wir also beispielsweise 100.000 Konversationen analysieren – und sie nach Thema, Unterthema, Stimmung und mehr bewerten – ohne dafür 20 Mitarbeiter einzustellen? Keine leichte Aufgabe.

    Gibt es ein Produkt, eine Lösung oder ein Tool, das Ihrer Meinung nach gut zu Ihren digitalen Veröffentlichungsbemühungen passt?

    Wissen Sie, es ist heutzutage schwer, nicht mit WordPress zu arbeiten. Ich habe einen Kunden, der ein Lernmanagementsystem, einen Onlineshop, eine Website, einen Blog und Foren mit WordPress betreibt, und die Seite läuft ziemlich reibungslos. Wenn die Besucherzahlen von einigen Tausend auf einige Millionen steigen würden, gäbe es sicherlich Probleme, aber für mich reichen eine gute WordPress-Installation und die passenden Plugins völlig aus, um meinen Nutzern einen echten Mehrwert zu bieten.

    Gibt es einen Rat für ambitionierte digitale Verlags- und Medienprofis, die gerade erst anfangen?

    Schreibe jeden Tag. Du kannst nicht optimal schreiben – weder für andere noch um Geld zu verdienen –, wenn du dein Können nicht stetig übst. Leg es nicht beiseite. Selbst wenn du nur einen albernen Limerick schreibst, den nur du liest: Schreibe jeden Tag etwas Neues. Punkt.
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