Gründer und CEO von Pocket-lint.com.
Was hat Sie dazu bewogen, im Bereich Digital-/Medienverlagswesen zu arbeiten?
Ich arbeite seit 1998 in den Medien, zunächst in der Designabteilung einer Zeitung. Nach verschiedenen Positionen bei Zeitungen, Magazinen, Online-Medien und sogar im PR-Bereich gründete ich 2003 Pocket-lint, da es damals keine rein digitalen Publikationen gab, die den Leser in den Mittelpunkt stellten. Jede Tech-Publikation verfolgte zu dieser Zeit das Mantra „Magazin zuerst“, und das wollte ich ändern.
Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus?
Meine Tage sind unglaublich abwechslungsreich. Mal arbeite ich mit dem Redaktionsteam an einer Strategie für ein Event oder eine Story, dann wieder helfe ich dem Entwicklerteam, die Website zu verbessern, oder erarbeite mit dem Vertrieb ein kreatives Konzept, das eine Kampagne bereichert. Und dann wieder fliege ich vielleicht ans andere Ende der Welt, um selbst über eine Story zu berichten.
Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Im Büro nutze ich ein MacBook Pro, unterwegs hingegen ein iPad Pro. Da unser Team remote arbeitet, verwenden wir verschiedene Cloud-basierte Anwendungen wie Slack, Google Docs und Dropbox, um in Kontakt zu bleiben und unsere Arbeit zu teilen. Für die Veröffentlichung von Artikeln auf der Website nutzen wir ein von mir entwickeltes, individuelles Content-Management-System.
Wie lassen Sie sich inspirieren?
Einer der größten Vorteile unserer Arbeit ist, dass wir über einige der erfolgreichsten Unternehmen der Welt berichten dürfen. Und wie man sich vorstellen kann, sind die Menschen, die diese Unternehmen leiten, sehr inspirierend. Wenn das noch nicht genug Motivation ist, dann sind mein Team und ich große Verfechter von Sport. Es gibt nichts Besseres als ein gutes Training im Fitnessstudio, Joggen oder Radfahren, um den Tag mit neuer Energie anzugehen.
Was ist Ihr Lieblingstext oder Ihr Lieblingszitat?
Ein Tag ohne Fehler ist ein verlorener Tag. Ich weiß nicht genau, wer das gesagt hat, aber mir ist immer bewusst, dass niemand perfekt ist. Wer keine Fehler macht, lernt nichts, und wer nichts lernt, muss hinterfragen, warum er tut, was er tut.
Welches leidenschaftliche Problem beschäftigt Sie momentan?
Als kleines Unternehmen müssen wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln wirtschaften. Anders als fast alle unsere Wettbewerber werden wir nicht von einem großen Risikokapitalfonds unterstützt und haben auch keine Aktionäre, die uns aus der Patsche helfen. Deshalb wählen wir die Kämpfe, die wir führen, und die Art und Weise, wie wir sie führen, sehr sorgfältig aus.
Haben Sie Tipps für ambitionierte Berufseinsteiger im Bereich digitales Publizieren und Medien?
Klar. Arbeite hart, behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest, und denk daran, dass es ein Marathon ist und nicht einfach wird. Wenn es einfach wäre, würde es ja jeder machen.