Jakejames Lugo ist Videospielkritiker und Journalist. Er schreibt und spricht leidenschaftlich gern über Videospiele und arbeitet unermüdlich daran, seinem Ruf als der legendärste Mann der Branche gerecht zu werden.
Was hat Sie dazu bewogen, im Bereich Digital-/Medienverlagswesen zu arbeiten?
Ich habe 2011 angefangen, Inhalte zu erstellen und online zu veröffentlichen. Ende 2010 hatte ich bereits mit YouTube-Videos begonnen und diese auch 2011 regelmäßig hochgeladen. Durch meine Videos und Gespräche mit Freunden stieß ich schließlich auf die Website Real Otaku Gamer. Ich nahm Kontakt zum damaligen Betreiber auf und begann, Artikel (Rezensionen, News, Kommentare) und Videos für die Website zu schreiben. Seitdem habe ich für verschiedene Websites als Mitarbeiter gearbeitet und freiberuflich für größere Medienhäuser wie IGN und Playboy realisiert.
Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus?
Je nachdem, was ich mir für die Woche vorgenommen habe, verbringe ich meinen typischen Tag damit, in den sozialen Medien nach aktuellen Neuigkeiten und Themen der Branche zu suchen, bevor ich etwas erstelle. Ich schaue regelmäßig auf Plattformen wie Twitter, Facebook und Instagram nach, was gerade in der Gaming-Szene los ist, und lese anschließend News und Artikel auf verschiedenen Webseiten. Danach beginne ich mit dem Spielen und Schreiben von Rezensionen zu neuen Spielen, die mir vorliegen, nehme Podcasts mit anderen Mitarbeitern der Webseite auf, drehe Videos für YouTube und/oder schreibe weiterhin Guides für die IGN-Wikis zu neuen Spielen, die mir zugeteilt wurden. All das ist meist flexibel, aber ich bin den ganzen Tag über ständig beschäftigt, je nachdem, welche Arbeit in der Woche ansteht und welche wichtigen Events/großen Veröffentlichungen im Voraus geplant sind.
Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Meine wichtigsten Arbeitsmittel sind Microsoft Word, die Adobe Creative Suite (After Effects, Photoshop, Premiere usw.), Audacity (für Audioaufnahmen für Podcasts) und verschiedene Internetbrowser. Die Nutzung sozialer Medien (Twitter, Facebook, Instagram usw.) ist unerlässlich, um über aktuelle Nachrichten und wichtige Themen informiert zu bleiben, mit anderen Fachleuten in Kontakt zu treten oder Branchenkontakte zu knüpfen.
Was tust du, um dich inspirieren zu lassen?
Wenn ich neue Ideen für Artikel oder Videos/Podcasts brauche, kombiniere ich das Lesen verschiedener Texte online mit körperlicher Aktivität. Manchmal fällt es mir schwer, mir etwas auszudenken, das die Leute gerne lesen, hören oder sehen – eine Art Schreibblockade, die einen plagt, wenn man etwas erledigen muss. Um dem entgegenzuwirken, mache ich eine kurze Pause und bewege mich, zum Beispiel beim Laufen oder Gewichtheben. Das regt meinen Geist an, wenn ich das Gefühl habe, dass nichts klappt. Schon 15 bis 20 Minuten Bewegung, gefolgt von der erneuten Lektüre oder dem Durchlesen, helfen mir, Dinge zu erkennen, die mir vorher entgangen sind. Das hat mir schon oft geholfen, tolle Ideen für Artikel, Beiträge und Podcasts zu entwickeln und Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Was ist Ihr Lieblingstext oder Ihr Lieblingszitat?
Das Zitat, das mir meiner Meinung nach während meiner gesamten Karriere am meisten geholfen hat, stammt von einem meiner größten Vorbilder in der Branche, Colin Moriarty. In einer Folge von Podcast Beyond (und später die GameOverGreggy ShowColin hatte über seine Zeit als Spielejournalist gesprochen, in der ihm gesagt wurde:…Lies es laut vor. Wenn es sich beim Sprechen nicht richtig anhört, dann wird es sich auch beim Vorlesen nicht richtig anhören…„Das ist etwas, das mich nachhaltig geprägt und mir bei fast jedem meiner Texte und jedem Podcast/Video, in dem ich gesprochen habe, geholfen hat. Es hat mich zu einem besseren Autor und auch zu einem besseren Redner vor der Kamera und vor Publikum gemacht, wenn ich Podiumsdiskussionen moderiere oder auf Veranstaltungen spreche.“.
Welches leidenschaftliche Problem beschäftigt Sie momentan?
Eines der größten Probleme, das ich in den letzten Jahren beobachtet habe, ist die Wahrnehmung der Spielemedien und ihrer Persönlichkeiten. Leider haben verschiedene Ereignisse in den Nachrichten und innerhalb der Spielebranche eine gewisse Verachtung und ein Misstrauen gegenüber Spielekritikern und den traditionellen Medien geschürt. Ich habe mich über die Jahre aktiv dafür eingesetzt, dass diese Entwicklung nicht weiter fortbestehen darf, doch viele der negativen Emotionen und Denkweisen schaden der gesamten Branche. Als Spielejournalist versuche ich nicht nur, mit allen Beteiligten vor Ort zusammenzuarbeiten, um großartige Arbeit und positive Energie zu verbreiten, sondern auch zu zeigen, dass viele die verbreitete negative Sichtweise nicht teilen.
Gibt es ein Produkt, eine Lösung oder ein Tool, das Ihrer Meinung nach gut zu Ihren digitalen Veröffentlichungsaktivitäten passt?
Die Adobe Creative Suite ist derzeit das hilfreichste Werkzeug für alle in meinem Bereich. Das Komplettpaket enthält Programme wie Photoshop, After Effects, Premiere und weitere, die in vielen Branchen zum Standard gehören. Zusammen mit Anwendungen wie Microsoft Word und Skype/Discord für die Kommunikation bietet die Adobe Creative Suite praktisch alles, was man braucht, um Video- und Audioinhalte in der heutzutage geforderten professionellen Qualität zu erstellen. Ich halte sie für absolut unverzichtbar.
Haben Sie Tipps für ambitionierte Berufseinsteiger im Bereich digitales Publizieren und Medien?
Der beste Rat, den ich allen in meinem Bereich und allen Medienschaffenden geben kann, ist: Seid offen für die Zusammenarbeit mit jedem. Beschränkt niemals euren potenziellen Kooperationspartnerkreis und schließt niemanden von der gemeinsamen Arbeit aus. Die besten Inhalte entstehen oft durch den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen, auch mit solchen außerhalb eures direkten Netzwerks. Das hilft euch nicht nur, andere Fachleute zu erreichen, sondern eröffnet euch auch die Möglichkeit, Zielgruppen anzusprechen, die ihr zuvor nie erreichen konntet. Die Zusammenarbeit mit anderen macht euch zu einem besseren Kollegen und bereichert eure jetzige und zukünftige Arbeit.