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    Engagierter Journalismus zeigt messbare Vorteile und Erfolge

    Was geschieht: Ein aktueller Bericht des Agora Journalism Center legt nahe, dass Redaktionen, die auf bürgernahen, partizipativen Journalismus setzen, messbare Erfolge erzielen. Die Fragen und Debatten rund um partizipativen Journalismus – Vernetzung, …
    Aktualisiert am: 1. Dezember 2025
    Shelley Seale

    Erstellt von

    Shelley Seale

    Vahe Arabian

    Faktencheck durch

    Vahe Arabian

    Vahe Arabian

    Herausgegeben von

    Vahe Arabian

    Was passiert:

    Ein aktueller Bericht des Agora Journalism Center legt nahe, dass Redaktionen, die auf bürgernahen, partizipativen Journalismus setzen, messbare Erfolge erzielen. Die Fragen und Debatten darüber engagierter Journalismus Die Vernetzung, Zusammenarbeit und Interaktion zwischen Verlagen und ihren Lesern sind derzeit wichtige Themen in den Redaktionen. Obwohl die Vorteile und Ergebnisse einer solchen Einbindung des Publikums noch nicht vollständig dokumentiert und nach wie vor schwer messbar sind, Hört zu, ein Unternehmen, das Nachrichtenorganisationen dabei unterstützt, die Öffentlichkeit bei der Entwicklung von Geschichten – von der Themenfindung bis zur Veröffentlichung – zu berücksichtigen, liefert überzeugende Argumente für den journalistischen und kommerziellen Wert eines solchen partizipativen Ansatzes.

    Warum das wichtig ist:

    Hearken behauptet, dass bürgernaher Journalismus nicht nur die Beziehung der Verlage zu ihren Lesern vertieft, sondern auch die Nachrichten relevanter macht und dem angeschlagenen Geschäftsmodell der Medienbranche hilft. Um die Ergebnisse des partizipativen Journalismus zu untersuchen, Agora Journalismuszentrum Das American Journal of Communications (AJC) der University of Oregon interviewte Reporter und Redakteure aus 15 Redaktionen in den USA, die Hearken zur Leserbindung einsetzen. Das AJC ist vom Hearken-Modell überzeugt und wollte untersuchen, wie Unternehmen es nutzen und damit Erfolge erzielen. Außerdem sollten Fragen beantwortet werden, wie ressourcenschwache Redaktionen den Hearken-Ansatz zur Leserbindung implementieren und welche Auswirkungen dies auf ihre Kultur und Arbeitsabläufe hat.

    Weiter graben:

    Alle von der AJC befragten Redaktionen berichteten von gewissen Erfolgen bei der Nutzung von Hearken zur Verbesserung der Publikumsbindung. Die Kombination aus quantitativen und qualitativen Messgrößen umfasst vier Dimensionen der Interaktion:
    • Erreichen
    • Verlobte Zeit
    • Qualität (der einzelnen Geschichten und der Gesamtleistung)
    • Umwandlung von Engagement in Mitgliedschaften oder Abonnements
    Die von AJC befragten Redaktionen analysieren genau, wie sich Hearken-basierte Beiträge im Vergleich zu herkömmlichen Nachrichtenartikeln schlagen. Dies geschieht hauptsächlich anhand interner Rankings, basierend auf der Anzahl der Klicks auf die Webversion oder der Podcast-Downloads. Ein wichtiger Erfolgsindikator für viele dieser Redaktionen war die Verweildauer der Leser, Zuschauer und Hörer bei Hearken-basierten Beiträgen. Das ambitionierteste Ziel von Hearken ist es, aus ersten Interaktionen mit Fragestellern langfristige Beziehungen zu knüpfen, die zu Mitgliedschaften oder Abonnements führen. Obwohl Hearken seine Tools mit dem Versprechen bewirbt, mehr zahlende Abonnenten zu gewinnen, haben nur wenige der von AJC befragten Nachrichtenorganisationen einen strukturierten Ansatz dafür implementiert.

    Fallstudien:

    Beispiele für Redaktionen, die mit dem Hearken-Modell des engagierten Journalismus einige Erfolge erzielt haben, sind:
    • Der Sender WUWM in Milwaukee berichtete, dass ihre von Hearken produzierten Bubbler Talk-Beiträge in der Regel zu den fünf meistgehörten Beiträgen des Senders gehören.
    • LancasterOnline, das Hearken zur Produktion seiner Serie „We the People“ nutzt, teilte AJC mit: „Jede unserer Hearken-Geschichten gehört hinsichtlich Engagement und Verweildauer zu den Top 50 Beiträgen des Jahres.“
    • Vermont Public Radio berichtete, dass ihre Hearken-basierten Webbeiträge zu den ansprechendsten Inhalten im Internet gehören und eine hohe Verweildauer aufweisen.
    • Die Texas Tribune berichtete von mehr und längerer Interaktion bei deutlich niedrigeren Absprungraten.

    Die Kehrseite der Medaille:

    AJC wollte außerdem untersuchen, ob der Hearken-Ansatz des engagierten Journalismus auch Auswirkungen auf die Einstellungen und Erwartungen von Journalisten gegenüber ihrem Publikum hatte – ob die Journalisten ihre Wahrnehmung der Öffentlichkeit überdacht und ihre Leser als Teilnehmer an der Nachrichtengestaltung einbezogen hatten. Die Antworten ließen sich in zwei Gruppen einteilen:
    • Die erste Gruppe, die hauptsächlich aus Redakteuren bestand, gab an, dass sich ihre Erwartungen und Einstellungen nicht geändert hätten, da sie von vornherein an den Wert der Publikumsbeteiligung glaubten. Hearken bestärkte diese Überzeugung und das Engagement für engagierten Journalismus nur noch.
    • Die zweite Gruppe, die hauptsächlich aus Journalisten bestand, berichtete zwar teilweise von anfänglicher Skepsis, aber auch von einer verstärkten Bereitschaft zur Interaktion mit ihren Lesern. Einige empfanden es zudem als bereichernd, direkter und häufiger mit ihrem Publikum in Kontakt zu treten. Der vollständige Bericht des Agora Journalism Center ist hier verfügbar.