Was hat Sie dazu bewogen, im Bereich Digital-/Medienverlagswesen zu arbeiten?
Während meines Bachelorstudiums absolvierte ich ein Sommerpraktikum im Bereich Private Wealth Management. Dort erkannte ich, dass Berater die Möglichkeit hatten, besser mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Ich begann, einen Newsletter (den „wöchentlichen Marktüberblick“) zu erstellen und zu verfassen, um Kunden über Marktneuigkeiten zu informieren und die Kundenbeziehungen zu stärken. Das war meine erste Erfahrung mit digitalen Medien und führte mich nach meinem Abschluss schließlich in die Medienbranche – genauer gesagt zur Financial Times.Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus?
Ich checke fast sofort nach dem Aufwachen mein Handy – E-Mails, soziale Medien und Slack. So sehe ich, was (wenn überhaupt) sofort erledigt werden muss und was meinen restlichen Tag prägt. Da ich in New York lebe, die Financial Times aber ihren Hauptsitz in London hat, wache ich jeden Morgen mit vielen neuen Informationen auf.
Danach verläuft mein Tag meist auf eine von zwei Arten. Entweder komme ich gegen 7:30 Uhr und beginne einen Tag voller Meetings (ich habe eine globale Position, was viele Videokonferenzen bedeutet) oder ich gehe in ein Café in der Nähe, wo ich E-Mails beantworte, Daten analysiere, mich über Branchenneuigkeiten informiere und/oder neue Experimente für unser Redaktionsteam entwickle.
Bevor ich nach Hause fahre, versuche ich, meine Prioritäten für den nächsten Tag festzulegen und/oder gehe ins Fitnessstudio.
Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Ohne Slack und Google Hangouts – beides Kommunikationstools, mit denen ich weltweit mit Kollegen in Kontakt treten kann – und Trello für das Projektmanagement könnte ich meinen Job nicht erledigen. Ich habe ein MacBook, das ich fast überallhin mitnehme. So kann ich Dashboards, Präsentationen und Ähnliches direkt in Gespräche einbinden: Zeigen statt erzählen!Wie lassen Sie sich inspirieren?
Inspiration kann von vielen verschiedenen Orten kommen, aber ich stelle immer fest, dass mir entweder (1) ein Spaziergang oder (2) eine Paddeltour (ich betreibe Kanu-Wettkämpfe) hilft, abzuschalten, was wiederum dazu beiträgt, dass interessante Ideen auftauchen.Was ist Ihr Lieblingstext oder Ihr Lieblingszitat?
„Wir sollten genauso selbstverständlich von einem Gefühl des Und, einem Gefühl des Ob oder einem Gefühl des Aber sprechen wie von einem Gefühl der Traurigkeit oder einem Gefühl der Kälte.“
Es ist ein Zitat von William James. Ich mag es, weil es die Kraft des menschlichen Geistes und des kollektiven Verständnisses verdeutlicht. (Ich habe im Studium Psychologie studiert.)





