- Die Mehrheit der Verlage befürchtet, dass sich erzwungene Anmeldungen auf die Nutzererfahrung und den Datenverkehr auswirken werden
- Mehr als 50 % der Verlage weltweit sind sich unsicher, wie sich neue cookielose Lösungen auf ihr Geschäft auswirken werden
- Lediglich 24 % der Verleger geben an, ein umfassendes Verständnis aller neuen Initiativen in der Branche sowie ihrer Vor- und Nachteile zu besitzen
- Die Umfrage umfasste 451 Befragte von 419 der weltweit besten Verlage in 52 Ländern
London – 21. April 2021: Teads, die globale Medienplattform, hat heute ihre neueste Studie zur Vorbereitung von Verlagen auf das Cookie-freie Zeitalter veröffentlicht. Über 419 der weltweit führenden Verlagsmarken, die sowohl kleine und mittelständische Verlage als auch die größten Medienunternehmen repräsentieren, beantworteten Fragen zu ihren Plänen für die Abschaffung von Cookies und zu den Brancheninitiativen, deren Umsetzung sie anstreben.
Zu den überraschendsten Statistiken gehörte die Nachricht, dass die Mehrheit der Verlage (65,3 %) nicht plant, die Nutzung von Logins gezielt zu erhöhen, um dem Wegfall von Drittanbieter-Cookies entgegenzuwirken. Hauptgründe hierfür waren die potenzielle Beeinträchtigung der Nutzererfahrung und die Auswirkungen auf den Datenverkehr.
Bei der Suche nach alternativen Lösungen prüfen Publisher verschiedene Optionen. Googles Privacy Sandbox ist die unbeliebteste Initiative: Nur 18 % der Befragten ziehen sie als Lösung ohne Cookies in Betracht. Deutlich höhere Priorität haben hingegen First-Party-Daten (27,6 %), kontextbezogene Daten (27 %) und universelle IDs (21,8 %).
Im Bereich der eindeutigen IDs erfreuen sich die Lösungen von Liveramp und TTD (Identity Link bzw. Unified ID 2.0) größter Beliebtheit. Fast die Hälfte (47 %) der Befragten, die die Einführung von Logins mit einer dieser beiden Lösungen erwägen, zeigt eine beginnende Einigung und Vereinheitlichung der Branche im Hinblick auf universelle IDs. Dennoch besteht weiterhin eine Fragmentierung bei einer Reihe anderer ID-Lösungen.
Letztendlich betrachten die meisten Publisher die Situation als ein Abwarten, um zu sehen, wer die Oberhand gewinnt. Nur 23,7 % geben an, die Tragweite aller Brancheninitiativen vollständig zu verstehen. Von den verbleibenden 76 % verstehen 49 % die Auswirkungen, sind sich aber über neue Lösungen im Unklaren, 18 % haben zwar ein gewisses Bewusstsein für die Problematik, wissen aber nicht, wie ihr Geschäft betroffen sein wird, und 10 % haben nur geringe oder gar keine Kenntnisse über die Zukunft ohne Cookies.
Eric Shih, Chief Supply Officer von Teads, sagte: „Diese Umfrage verdeutlicht die Unsicherheit, mit der Verlage hinsichtlich des bevorstehenden Cookie-Auslaufens konfrontiert sind. Obwohl sie am ehesten unter Umsatzeinbußen leiden, verlassen sie sich auf spontane und oft verwirrende Updates von Technologiekonzernen. Qualitätsjournalismus ist gefragter denn je, und wir beobachten einen stetigen Anstieg von Marken, die Premium-Verlage weltweit unterstützen möchten. Zukunftsweisende Targeting-Lösungen sind ein wesentlicher Bestandteil dieses Ökosystems. Daher sind in den kommenden Monaten gemeinsame Anstrengungen und konsequentes Handeln aller Beteiligten erforderlich, um die Datenschutzrechte der Verbraucher zu wahren und ihnen gleichzeitig weiterhin freien Zugang zu erstklassigen Inhalten im offenen Web zu ermöglichen.“





