SODP logo

    Wie man aus flüchtigen Besuchern treue Markenkunden macht

    Ben Erdos, Chief Services Officer, Total Media Solutions: Website-Besucher sind vielfältig. Es gibt Markenliebhaber, die sich regelmäßig einloggen und bereit sind, für … zu bezahlen
    Aktualisiert am: 1. Dezember 2025
    Ben Erdos

    Erstellt von

    Ben Erdos

    Vahe Arabian

    Faktencheck durch

    Vahe Arabian

    Andrew Kemp

    Herausgegeben von

    Andrew Kemp

    Ben Erdos, Chief Services Officer, Total Media Solutions Website-Besucher gibt es in allen Formen und Größen. Es gibt Markenliebhaber, die sich regelmäßig einloggen und bereit sind, für einen Premium-Service zu bezahlen, oder treue Besucher, die etwas weniger enthusiastisch sind, aber dennoch gelegentlich vorbeischauen, um mal reinzuschnuppern. Und dann gibt es noch die Kurzbesucher: Besucher, die nur flüchtig da sind, oft zum ersten und einzigen Mal.  Diese Nutzergruppen verhalten sich unterschiedlich und haben verschiedene Erwartungen an das digitale Angebot eines Verlags. Auch wenn die Fokussierung auf treue Besucher der Schlüssel zum Erfolg zu sein scheint, ist die Verbesserung des Nutzererlebnisses von Gelegenheitsnutzern entscheidend für das Wachstum der Zielgruppen. Wie lassen sich diese Gelegenheitsnutzer in begeisterte Markenanhänger verwandeln?

    Ein Netz spinnen

    Die Gewinnung von Besuchern, die nur kurz vorbeischauen, ist ein wichtiger Bestandteil jeder Strategie zur Steigerung der Reichweite von Publishern. Da diese Besucher über Klicks auf die Website oder über soziale Medien kommen, muss ihre Aufmerksamkeit sofort geweckt werden – der durchschnittliche Besucher benötigt dafür … 2,6 Sekunden sich einen Eindruck von der Website zu verschaffen. Es ist klar, dass der erste Eindruck zählt. Eine Website muss nicht nur optisch ansprechend sein, sondern auch vertrauenswürdig wirken. Dreiviertel Die Wahrnehmung der Glaubwürdigkeit einer Website durch einen Besucher wird maßgeblich durch deren Design beeinflusst. Eine optimale Benutzererfahrung (UX) mit einem übersichtlichen Layout und prägnanten, benutzerfreundlichen Funktionen trägt daher wesentlich dazu bei. Für Flyby-Nutzer ist Geschwindigkeit ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Fast die Hälfte Besucher erwarten, dass eine Webseite in zwei Sekunden oder weniger geladen wird, Die Absprungraten steigen rasant Wenn das Laden länger als drei Sekunden dauert. Tools wie Googles Lighthouse und GTmetrix sind nützlich, um die Geschwindigkeit von Websites zu überprüfen und können Publishern Änderungen vorschlagen, die die Ladezeiten verbessern. Während Nutzer, die nur kurz vorbeischauen, einen Artikel lesen oder ein Video von Anfang bis Ende ansehen, ist es wahrscheinlicher, dass sie die Webseite nur überfliegen, bevor sie sie wieder verlassen. Die Aufmerksamkeitsspanne des Menschen beträgt heutzutage nur noch etwa acht Sekunden Bei einer langen Laufzeit bleibt nur ein sehr kurzer Zeitraum, um die Nutzer zum Verweilen auf der Website zu bewegen. Durch gut sichtbare interne Links zu verwandten Inhalten erhöht sich nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher länger auf der Seite verweilen, sondern sie erhalten auch einen besseren Einblick in das einzigartige Angebot des Herausgebers – und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie zu wiederkehrenden Besuchern werden.

    Wir rücken näher zusammen

    Da der Verlust von Daten Dritter immer näher rückt, eine Mehrheit Verlage stellen Abonnements in den Mittelpunkt ihrer Umsatzstrategie. Um damit Erfolg zu haben, müssen sie nicht nur die Aufmerksamkeit von Gelegenheitsnutzern gewinnen, sondern diese – und auch bestehende Stammkunden – davon überzeugen, ihr hart verdientes Geld auszugeben. Auch wenn ansprechende Inhalte Priorität haben müssen, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten für Verlage, ihr Abonnementangebot zu verbessern.

    Datengestützter Inhalt

    Sowohl Verlage als auch Werbetreibende sehen in First-Party-Daten eine Möglichkeit, die durch den Wegfall von Cookies entstandene Lücke zu schließen. Verlage können diese Daten weiter nutzen, um ihre Content-Strategie zu optimieren. Kennzahlen wie „Meistbesuchte Seiten“ und „Verweildauer auf der Seite“ ermöglichen es Verlagen, zu erkennen, welche Inhalte bei der Zielgruppe Anklang finden und zukünftige Inhalte entsprechend anzupassen, ohne dabei ihre individuelle Markenstimme zu verlieren.

    Die richtige Bezahlschranke gestalten

    Für Verlage gibt es verschiedene Paywall-Optionen, und die Wahl der richtigen Methode ist entscheidend für eine erfolgreiche abonnentenbasierte Strategie. Harte Paywalls können für Verlage mit einem großen, aber spezialisierten Publikum, wie beispielsweise die Financial Times, erfolgreich sein. Für kleinere Verlage – insbesondere solche, die ihre Markenbekanntheit steigern möchten – ist diese strikte Ausgrenzung jedoch möglicherweise nicht praktikabel.  Die New York Times hat mit ihren begrenzten oder flexiblen Bezahlschranken eine Vorreiterrolle eingenommen und kürzlich bekannt gegeben, dass ihre Abonnentenzahl auf … angewachsen ist 10 MillionenDiese dynamischeren Formen von Bezahlschranken sind zwar schwer umzusetzen und es kann einige Zeit dauern, bis das richtige Verhältnis von Kosten zu Inhalten erreicht ist, sie erweisen sich aber als effektiver Mittelweg, um die Reichweite zu erhöhen und die Abonnenteneinnahmen zu steigern. Eine weitere Methode besteht darin, Abonnenten exklusive Inhalte anzubieten. Eine detaillierte Analyse der Zielgruppendaten ist für den Aufbau eines erfolgreichen Abonnementmodells unerlässlich. Der Aufbau von Beziehungen zum Publikum ist kein schneller Prozess, und es gibt keine einfachen Patentlösungen. Flyby-Nutzer bedeuten Wachstum für alle Publisher, doch dieses Wachstum muss kontinuierlich mit Geduld, Feingefühl und analytischem Denken gefördert werden. Nicht alle werden zu treuen, zahlenden Abonnenten, aber das bedeutet nicht, dass man sie ignorieren sollte. Selbst die kürzesten Besuche können eine Quelle wertvoller First-Party-Daten sein. Haftungsausschluss: Die in diesem Beitrag geäußerten Ansichten, Meinungen und Ideen gehören dem/den Autor/en und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten von State of Digital Publishing wider.
    0
    Ich würde mich über eure Meinung freuen, bitte kommentiert.x