Phil Siarri ist Gründer und Chefredakteur von Nuadox.com, einem Medienportal, das über Innovation und Unternehmertum in verschiedenen Technologiebereichen wie KI, VR, Gesundheitstechnologie, Fintech und mehr berichtet. Er war über Jahre hinweg in der Content-Produktion und im digitalen Marketing sowohl in Startups als auch in großen Konzernen tätig. Phil lebt derzeit in Montreal, Kanada.
Was hat Sie dazu bewogen, im Digital-/Medienverlag zu arbeiten?
Schon früh war ich eine begeisterte Leserin, und das Schreiben fiel mir leicht. 2005 schloss ich mein Masterstudium in Wirtschaftskommunikation ab; etwa zu dieser Zeit begann ich, mich ernsthaft darum zu bemühen, professioneller zu schreiben. Im Laufe der Jahre war ich an zahlreichen Content- und Digitalmarketing-Projekten beteiligt, unter anderem bei Xerox Europe und Deloitte Canada. Außerdem habe ich für eine große Musikwebsite mit Schwerpunkt auf Urban Music gearbeitet und dabei viel gelernt: Ich habe Albumrezensionen geschrieben, Künstlerinterviews geführt, die Community betreut und weitere Aufgaben übernommen. Im Dezember 2016 habe ich die Website Nuadox.com ins Leben gerufen, die sich mit Innovation und Unternehmertum in verschiedenen Technologie-Ökosystemen befasst. Eines der Hauptziele dieses Mediums ist die Verbreitung intelligenter und gleichzeitig leicht verständlicher Inhalte. Das Angebot der Website besteht aus einer Mischung aus eigenen, syndizierten und kuratierten Beiträgen.Wie sieht ein typischer Tag für Sie aus?
Ich versuche, so früh wie möglich aufzustehen und verschiedene zusammenfassende Inhaltslisten zu konsultieren. Da Nuadox auch einen Nachrichtenbereich hat, ist es für mich unerlässlich, über die neuesten Entwicklungen in der Tech-Welt informiert zu bleiben. Ich pflege meine Verteilerlisten gewissenhaft. Eine für die Hauptseite, eine für die Syndizierung und eine weitere für unsere Social-Media-Kanäle. Den ganzen Tag über schreibe und redigiere ich Texte, prüfe Beiträge von Autoren, nehme an Meetings teil und stelle sicher, dass die Gesamtstrategie ordnungsgemäß umgesetzt wird.Wie sieht Ihr Arbeitsaufbau aus?
Mein Hauptrechner ist ein Desktop-PC mit einem leistungsstarken Prozessor und ausreichend Arbeitsspeicher, was sich bei ressourcenintensiven Aufgaben wie Videoaufnahmen und Bildbearbeitung als sehr nützlich erweist. Ich besitze außerdem einen Laptop, den ich unterwegs nutze. An Software verwende ich verschiedene Programme wie LibreOffice, Canva, GIMP und Zoho Social Flipboard unter anderem.Was tun oder gehen Sie, um sich inspirieren zu lassen?
Ich lasse mich am meisten von Lebenserfahrungen inspirieren. Wenn ich nicht weiterkomme, mache ich eine Pause vom Schreiben und Redigieren, besuche eine lokale Tech-Veranstaltung, unterhalte mich mit Kollegen und tausche Ideen aus. Entschleunigung und Erholung sind sehr wichtig, besonders wenn man in einem stark ausgelasteten Bereich tätig ist.Was ist Ihr Lieblingstext oder -zitat?
„Taten sagen mehr als Worte, aber nicht annähernd so oft.“ – Mark Twain. Das trifft heute besonders zu. Es ist leicht, über seine Erfolge zu sprechen, vor allem in Zeiten der allgegenwärtigen sozialen Medien, doch konkrete Ergebnisse zu erzielen, ist weitaus schwieriger.Was ist das leidenschaftliche Problem, mit dem Sie sich im Moment befassen?
Ich möchte neue Wege finden, die Inhalte von Nuadox zu vereinfachen und sie möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Ich experimentiere derzeit mit einer Mikrocontent-Strategie: Inhalte werden in stark komprimierter Form präsentiert. Bisher verzeichnen wir positive Ergebnisse sowohl bei der Content-Produktion als auch bei der Nutzerbindung.Gibt es ein Produkt, eine Lösung oder ein Tool, das Ihrer Meinung nach gut zu Ihren digitalen Veröffentlichungsbemühungen passt?
Ich finde Slack ein hervorragendes Produkt für Verlage. Es bietet einen eigenen, kollaborativen Bereich für Teammitglieder, Mitwirkende, Berater und andere Beteiligte an Ihrem Content-Projekt.Gibt es einen Rat für ambitionierte digitale Verlags- und Medienprofis, die gerade erst anfangen?
Ich gehöre zur Schule des „Entweder man macht etwas mit Leidenschaft oder gar nicht“. Verlagen rate ich außerdem zu größtmöglicher Flexibilität. Die Medienlandschaft entwickelt sich ständig weiter, und man muss unbedingt aufgeschlossen bleiben, um in diesem Umfeld erfolgreich zu sein. Scheuen Sie sich auch nicht, Feedback von Ihrer Kernzielgruppe einzuholen. Das ist eine bewährte Methode, die bei regelmäßiger Anwendung zu kontinuierlichen Verbesserungen führt.Inhalte unserer Partner








