SODP logo

    Meredith Bodgas – Berufstätige Mutter

    Meredith Bodgas, Chefredakteurin von Working Mother, ist die neueste Expertin im Bereich digitales Publizieren, die Einblicke in ihren beruflichen Alltag gewährt.
    Aktualisiert am: 1. Dezember 2025
    Vahe Arabian

    Erstellt von

    Vahe Arabian

    Vahe Arabian

    Faktencheck durch

    Vahe Arabian

    Vahe Arabian

    Herausgegeben von

    Vahe Arabian

    Meredith Bodgas ist Chefredakteurin von Working Mother.

    Was hat Sie dazu bewogen, im Digital-/Medienverlag zu arbeiten?

    Ich war in der Redaktion des Jahrbuchs meiner High School und erhielt ein Stipendium über das inzwischen eingestellte Magazin „Teen People“. Nach meinem ersten Studienjahr führte das zu einem Praktikum, und ich entdeckte meine Leidenschaft für Zeitschriften. Da ich aber in einer Zeit in die Zeitschriftenbranche einstieg, als viele Verlage schrumpften und eingestellt wurden, suchte ich gezielt nach Möglichkeiten für redaktionelle Online-Aufträge. Seit Anfang der 2000er-Jahre arbeite ich sowohl im Print- als auch im Digitalbereich.

    Wie sieht ein typischer Tag für Sie aus?

    Auf der Zugfahrt ins Büro informiere ich mich über die aktuellen Nachrichten und bereite das Online-Programm für den Tag vor. Anschließend schreibe oder redigiere ich einen Beitrag eines freien Mitarbeiters für die Website. Danach bearbeite ich die Online-Artikel meines Teams. Zwischendurch habe ich meist einige Meetings und verbringe den Nachmittag mit Magazinartikeln und der Überprüfung von Facebook-Werbeanzeigen. Auf dem Heimweg schreibe ich oft Artikel für den nächsten Tag. Ich darf keine Minute verlieren, wenn ich nach der Abholung meines Sohnes von der Schule Zeit mit meiner Familie verbringen möchte. Da ich schwanger bin, gehe ich in letzter Zeit früh ins Bett, weshalb Effizienz wichtiger denn je ist.

    Wie sieht Ihr Arbeitsaufbau aus? (Ihre Apps, Produktivitätstools usw.)

    Ich nutze Google-Apps sehr intensiv. Unser tägliches Online-Programm ist in einer Google-Tabelle gespeichert. Unsere Zeitschriftenprogramme sind in Google Docs. Mein Berufs- und Privatleben ist in einem Google-Kalender organisiert. Meinen Sohn jeden Abend pünktlich vom Kindergarten abzuholen, ist mein bester Produktivitätsfaktor. Hier ist mein Schreibtisch im Büro an meinem Geburtstag. Mein Team war großartig zu mir.

    Was tun Sie, um sich inspirieren zu lassen?

    Ich lese ständig – Nachrichtenseiten, die Seiten von Mitbewerbern, die Facebook-Posts meiner Freundinnen und anderer Mütter aus meiner Gruppe. Das alles regt mich zu neuen Ideen an. Außerdem versuche ich, mich so oft wie möglich mit anderen berufstätigen Müttern auszutauschen, um ihre Probleme kennenzulernen und sie in unsere Geschichten einfließen zu lassen.

    Was ist Ihr Lieblingszitat oder Ihr Lieblingstext?

    Ich liebe mündliche Überlieferungen von Phänomenen der Popkultur der 90er Jahre. Dieses hier auf einer bestimmten Partyszene in Ahnungslos ist einer meiner Favoriten.

    Was ist das Interessanteste/Innovativste, was Sie in einem anderen Geschäft als Ihrem eigenen gesehen haben?

    Die interaktive Berichterstattung des Orlando Sentinel über den Anschlag im Pulse-Club wird mich immer erschüttern. Sie zeigte den Grundriss des Clubs und verdeutlichte die Bewegungen der Opfer vom Betreten des Clubs bis zum letzten Schuss des Täters. Die Berichterstattung und das Design waren herausragend und erzählten eine wichtige Geschichte auf moderne und packende Weise.

    Welches Problem beschäftigt Sie momentan mit großem Engagement?

    Bezahlter Elternurlaub. Ich bin berufstätige Mutter und erwarte mein zweites Kind, daher beschäftigt mich das Thema sehr. Aber auch die Leserinnen von WorkingMother.com sind davon stark betroffen. Zum ersten Mal wird darüber parteiübergreifend und landesweit diskutiert, und dennoch geht es nicht schnell genug voran. Ich versuche, das zu ändern – mit jeder einzelnen Geschichte mit diesem Stück über alle Arten, wie der Urlaub nicht nur Familien, sondern auch Unternehmen und Gesellschaften zugutekommt.

    Haben Sie Tipps für ambitionierte Digital-Publishing- und Medienprofis, die gerade erst anfangen?

    Lass dich nicht entmutigen, wenn du nicht gleich bei den größten Medienhäusern unterkommst. Die besten Erfahrungen sammelst du bei kleineren Publikationen, wo jeder Einzelne zum Erfolg der Marke beiträgt. Ich habe sowohl bei großen nationalen Publikumszeitschriften mit über 30 Mitarbeitern als auch bei kleineren Marken mit Fünferteams gearbeitet. Meine schönsten Erlebnisse und Anekdoten stammen aus letzteren Bereichen.

    0
    Würde mich über Ihre Gedanken freuen, bitte kommentieren Sie. X