Brendan Farrell, Manager – Kundenerfolg, Permutativ
Da Plattformen und Regulierungen die Erfassung herkömmlicher Drittanbieter-Cookies zunehmend einschränken, äußern sich Verbraucher immer deutlicher dazu, wie ihre Daten verwendet werden. Die Besorgnis über hyperpersonalisierte Werbung hat zu einer Abkehr vom traditionellen Wertetausch geführt, auf den Verlage angewiesen sind.
Ob aus Gründen der öffentlichen Meinung oder staatlicher Regulierung – die Abmeldung von personalisierter Werbung wird immer beliebter. Unsere Untersuchungen zeigen, dass bis zu 55 % der Nutzer in Europa die kürzlich von Google eingeführte Option „Alle ablehnen“ nutzen. Wenn ein Nutzer auf „Alle ablehnen“ klickt, funktioniert die traditionelle digitale Werbung und alles, was sie antreibt, nicht mehr.
Aktuell verlangen Regulierungsbehörden von Verlagen lediglich in Italien und Spanien die Einholung einer Einwilligung. Voraussichtlich wird dies in etwa einem Jahr europaweit der Fall sein. Langfristig betrachtet…Dies dürfte auch bei künftigen US-Regulierungen eine Rolle spielen.
Doch die Priorisierung des Datenschutzes von Verbrauchern bedeutet nicht, dass die Möglichkeit zur effektiven Monetarisierung von Inhalten verschwindet. Mit datenschutzorientierten Lösungen, die es Verlagen ermöglichen, ihr gesamtes Publikum zu erreichen, können sie den von ihnen geschaffenen Wert effizient nutzen – und dabei gleichzeitig alle gesetzlichen Bestimmungen einhalten und verantwortungsvoll mit den personenbezogenen Daten der Verbraucher umgehen.
Die First-Party-Daten der Verlage sind einzigartig
Verlage befinden sich in einer einzigartigen Position in der Lage zu sein, Einblicke in ihre Nutzer zu gewinnen — basierend auf den Aktionen, die sie auf ihren Plattformen durchführen — anstatt sich ausschließlich auf authentifizierte Daten wie E-Mail-Adressen zu verlassen. Verlage können mithilfe folgender Methoden eine Fülle wertvoller First-Party-Daten sammeln:- Verhaltenssignale (z. B. Tageszeit, Klicks, Scrollen, Videointeraktionen), die beim Besuch einer Webseite durch einen Nutzer erfasst werden
- Kontextdaten (z. B. gesuchte Orte, Beschreibungen, Themen, Schlüsselwörter) aus den konsumierten Inhalten und Metadaten
- offengelegte Daten (z. B. Besuchszweck, Branche oder Präferenzen zu bestimmten Themen oder Inhalten), die von Nutzern und Abonnenten direkt an einen Herausgeber übermittelt werden