Was passiert:
Der Tech-Trends-Bericht des Future Today Institute (FTI) ist der zwölfte seiner Artth Die Veröffentlichung ist die bisher umfangreichste Studie mit einem Zuwachs von 30 % gegenüber den 225 im Vorjahr identifizierten Trends. Dieser Anstieg auf über 300 Trends ist vor allem auf den Fortschritt zahlreicher Technologien zurückzuführen, der zu einer Beschleunigung in vielen Bereichen, darunter auch im digitalen Verlagswesen, geführt hat.Warum das wichtig ist:
Der im März veröffentlichte Tech-Trends-Bericht 2019 wurde bereits über 7,5 Millionen Mal aufgerufen und enthält Trendanalysen nach Branchen wie Bankwesen, Kosmetik, Wissenschaft und anderen. Er richtet sich an Fortune-500-Unternehmen, kleine und mittelständische Unternehmen sowie Startups und nicht-kommerzielle Organisationen wie Universitäten und Regierungen. Bei der Veröffentlichung auf dem SXSW-Festival in Austin, Texas, erklärte Amy Webb, Direktorin von FTI und Professorin an der Stern School of Business der New York University, dass viele Organisationen ihre Planung nicht richtig angehen und daher nicht den richtigen Zeithorizont berücksichtigen.Weiter graben:
Der Bericht rät Organisationen, für eine effektive Zukunftsplanung ihr Zeitverständnis zu überdenken. „Gewöhnen Sie sich daran, Veränderungen und Umbrüche in Ihrer Organisation und Branche über verschiedene Zeiträume hinweg zu betrachten und für jeden Zeitraum Maßnahmen zu entwickeln.“ Der vorgeschlagene Zeitplan sieht wie folgt aus:- Die nächsten 12-36 Monate: taktische Maßnahmen
- In 3-5 Jahren: strategische Maßnahmen
- In 5-10 Jahren: Visionen und F&E-Initiativen
- Seit über 10 Jahren: Wie Sie und Ihre Organisation gestalten können
- KI : Verzerrungen und ihre realen Folgen stellen weiterhin ein Problem im Bereich der KI dar, dem große Aufmerksamkeit gewidmet werden muss. KI-Dienste von Cloud-Anbietern gelten als wichtiger Trend, und die Konsolidierung von Talenten und Ressourcen durch dominante Unternehmen wie Amazon, Google und Alibaba wird sich fortsetzen. KI-Chipsätze und spezielle Programmiersprachen für KI-Frameworks könnten sich ebenfalls als Trend etablieren.
- Daten : Immer mehr Organisationen setzen auf Daten-Governance, Aufbewahrungsrichtlinien und Data Lakes. Zwar existieren derzeit noch keine vollständigen Datensätze personenbezogener Daten (Personal Data Records, PDR), die Informationen wie Schul-, Berufs-, Finanz-, Rechts- und Reiseverlauf umfassen, doch der Bericht deutet darauf hin, dass PDR bald in einem einzigen, von den neun größten Datenunternehmen verwalteten Datensatz zusammengeführt werden könnten.
- Personenerkennung: Gesichtserkennung, einzigartige Stimmprofile, Emotionserkennung, Knochenstrukturanalyse und sogar Persönlichkeitserkennung sowie synthetische Biometrie gewinnen zunehmend an Bedeutung. Nicht nur Marketingfachleute, sondern auch Branchen wie die Rechtswissenschaft und politische Kampagnen setzen diese Technologien ein.
- Überwachung: Der Einsatz von Systemen wie Amazons Rekognition und permanenten Audioüberwachungssystemen durch Strafverfolgungsbehörden, die Gespräche abhören und analysieren können, nimmt zu. WLAN und Funkwellen können genutzt werden, um den Standort , den Schlafzyklus und den emotionalen Zustand einer Person zu ermitteln.
- Audio und intelligente Lautsprecher: Die Nutzung sprachgesteuerter intelligenter Lautsprecher ist ein starker und anhaltender Trend. Prognosen zufolge werden Ende 2019 rund 40 % der US-Haushalte über solche Lautsprecher verfügen. Bis 2020 wird laut dem Bericht die Hälfte aller Suchanfragen per Spracheingabe erfolgen. Auch Ambient Computing in Infotainmentsystemen von Fahrzeugen ist Teil des Wettbewerbs um Sprachassistenten.
- Intelligente Maschinen und Roboter: Weiche und molekulare Robotik sowie Teams von Robotern, die zusammenarbeiten, und die Mensch-Maschine-Kollaboration werden in diesem Jahr als Trends identifiziert – zusammen mit dem Missbrauch oder Angriffen von Robotern durch Menschen.
- Transportwesen: Es wird erwartet, dass autonome Fahrzeuge, die für die letzte Meile oder Dienstleistungen wie die Essenslieferung konzipiert sind, zunehmend eingesetzt werden. Auch Drohnen-Einsatzzentralen für das Flottenmanagement, autonome Schiffe, Unterwasserfahrzeuge und die Rückkehr des Überschall-Verkehrsflugverkehrs werden als mögliche Anwendungsbereiche genannt.
- Intelligente Städte: Zum zweiten Mal in Folge identifiziert der Bericht die intelligentesten Städte der Welt – jene mit Initiativen für intelligente Gebäude, Abfallvermeidung, zahlreiche öffentliche WLAN-Hotspots und 4G- oder 5G-Konnektivität.
Fazit:
Angesichts der heutigen Unsicherheit will der FTI-Bericht Antworten auf die wichtigsten aufkommenden Technologietrends liefern, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in naher Zukunft maßgeblich beeinflussen werden. „Es ist an der Zeit, sich mit tiefgreifender Unsicherheit auseinanderzusetzen“, sagt Webb. „Führungskräfte begehen bei strategischen Zukunftsentscheidungen oft ähnliche Fehler: Sie unterschätzen oder überschätzen Veränderungen. Der Grund? Die meisten von uns empfinden Unsicherheit als unangenehm und scheuen sich daher, sich ihr zu stellen.“ Zwar können Menschen und Organisationen die zukünftige Unsicherheit nicht vollständig beseitigen, so Webb weiter, aber sie können sich darauf vorbereiten, strategisch zu denken – mithilfe datengestützter Signale, Trends und Ergebnisse. „Konzentrieren Sie sich auf Zusammenhänge, nicht auf Prognosen. So kann Ihr Unternehmen Umbrüche frühzeitig erkennen und die gewünschte Zukunft gestalten.“Inhalte unserer Partner








