In wenigen Tagen findet meine erste Moderation einer SODP Office Hours-Veranstaltung statt und ich bin schon ganz gespannt.
In der Session geht es um TikTok-Publisher-Strategien, sowohl im Hinblick auf die Content-Erstellung als auch auf die Monetarisierungsmöglichkeiten. Ein unglaublich spannendes Thema, insbesondere angesichts der wachsenden Zahl von Nachrichtenverlagen, die sich auf TikTok engagieren .
Mit dabei ist Corinne Podger , Direktorin und Geschäftsführerin der Digital Skills Agency, eine Expertin für mobilen Journalismus, die schon seit Jahren
die Vorteile von TikTok preist 40 % der 18- bis 24-Jährigen weltweit (PDF-Download) nehmen Verlage TikTok endlich ernst. Tatsächlich nutzen 67 % der US-amerikanischen Teenager zwischen 13 und 17 Jahren TikTok .
Obwohl ich selbst vor meiner Beschäftigung mit dem Thema kein begeisterter TikTok-Nutzer war (da merkt man wohl mein Alter), muss ich zugeben, dass ich doch recht beeindruckt bin. Was mich am meisten beeindruckt, ist der fast schon rücksichtslose Ansatz des Algorithmus bei den Inhaltsempfehlungen.
Beiträge werden nicht aufgrund der Inhalte der Ersteller, sondern aufgrund ihrer Popularität und der Verweildauer der einzelnen Nutzer in einer Inhaltskategorie beworben. Versteht mich nicht falsch, das hat natürlich auch Nachteile, wie zum Beispiel endlose Suchlöcher . Aber für jemanden wie mich, der den YouTube-Algorithmus gerne an seine Bedürfnisse anpasst, ist das eher nebensächlich.
Mein Trick bei YouTube: Niemals liken, kommentieren oder abonnieren und stattdessen die „Nicht interessiert“-Funktion nutzen. Rein anekdotisch betrachtet, finde ich die Inhaltsempfehlungen unglaublich treffend.
Jedenfalls hat mir die Recherche zu TikTok-Strategien von Publishern die Augen dafür geöffnet, was Nachrichten im TikTok-Ökosystem überhaupt sind. Ich hatte eine eher altmodische Vorstellung von Nachrichten – Berichte über aktuelle Ereignisse, die dem Zuschauer/Leser alle relevanten Fakten liefern.
Nachrichten auf TikTok sind da ganz anders. Für diese Art der altmodischen Nachrichtenvermittlung fehlt die Aufmerksamkeitsspanne, und die größten Anbieter veröffentlichen dort nur einen Bruchteil ihrer täglichen Berichterstattung.
TikTok eignet sich besser für kurze Nachrichtenhäppchen (mit einigen Ausnahmen natürlich) und Erklärungen mit schnellen Kommentaren und Analysen zu aktuellen Themen.
Da ich mich im Laufe meiner Beschäftigung mit diesem Thema mit verschiedenen Content-Strategien auseinandergesetzt habe (mehr dazu später in einem separaten Mitgliederbeitrag), freue ich mich sehr darauf, Corinne zu diesem Thema zu befragen.
Wenn Sie teilnehmen möchten: Die Veranstaltung wird am Dienstag, den 28. März, ab 17:30 Uhr AEDT live gestreamt. Sollten Sie die Live-Übertragung verpassen, steht das Video unseren Mitgliedern anschließend auf Abruf zur Verfügung.





