Was ist los:
Am 15. Oktober News Impact Summit In Cardiff, Wales, fand eine Konferenz statt, die lokale Nachrichtenorganisationen aus aller Welt zusammenbrachte, um effektive Wege der Bürgerbeteiligung zu erarbeiten. Die kostenlose Veranstaltung wurde vom Europäischen Journalismuszentrum organisiert und von der Google News Initiative gefördert. Unter dem Motto „Lokale Nachrichten und Bürgerbeteiligung“ bot der Gipfel eine Reihe von Vorträgen und Workshops, die Beispiele dafür präsentierten, wie lokale Redaktionen in verschiedenen Ländern neue Produkte und Arbeitsabläufe entwickeln, um ihre Leser besser zu informieren und mit ihnen in Kontakt zu treten.Warum es wichtig ist:
Die Zukunft der Lokalnachrichten ist ein intensiv untersuchtes Thema, wobei aktuelle Berichte folgende Erkenntnisse liefern:- Eine Analyse von mehr als 16.000 Nachrichtenmeldungen in 100 US-amerikanischen Gemeinden ergab, dass nur 56 % auf kritische Informationsbedürfnisse eingehen.
- Eine Studie , die die Ausbreitung der „Nachrichtenwüsten“ aufzeichnet, zeigte den Verlust von etwa 1.800 Metro- und Gemeindezeitungen seit 2004.
- Die Forschung untersuchte, wie die hyperlokale Nachrichtenseite The Ohio County Monitor bestehende Kommunikationsräume nutzte, um mit lokalen Lesern in Kleinstädten und im ländlichen Kentucky in Kontakt zu treten.
Neue Modelle für den Journalismus
Bureau Local des Bureau of Investigative Journalism, ein im März 2017 gegründetes kollaboratives Ermittlungsnetzwerk, betonte die Notwendigkeit neuer Modelle, um sicherzustellen, dass lokale Journalisten weiterhin nach der Wahrheit suchen und im öffentlichen Interesse berichten können. Regisseurin Megan Lucero hob drei wichtige Trends hervor:- Traditionelle Modelle brechen zusammen;
- Digitalisierte Informationen verändern die Tiefe und Breite, die Reporter zu Themen bieten können;
- Der Zugang zu diesen Informationen und die Entscheidung, was mit ihnen geschehen soll, kann für ohnehin knappe lokale Journalisten überwältigend sein.
Umstellung auf Online-Nachrichtenverbreitung
Außerdem fand eine Podiumsdiskussion mit Vertretern britischer Lokalzeitungsverlage zum Thema „The Digital Transition of Local News“ statt. Die Diskussionsteilnehmer diskutierten die Art und Weise, in der die Umstellung auf die Online-Nachrichtenverbreitung ihre Herangehensweisen an die Nachrichtenproduktion erheblich verändert hat, darunter:- Das Streben nach Skalierung der Zielgruppenreichweite
- Bemühungen zur Zentralisierung der Produktion digitaler Artikel und Videos
- Die Funktionen sozialer Medien, insbesondere Facebook, für die Verbreitung von Nachrichten, die Einbindung des Publikums und Story-Tipps
- Unterschiede im Publikum in Print und Online
- Möglichkeiten, wie lokale Zeitungen sich weiterhin in ihren Gemeinden engagieren möchten, beispielsweise durch Veranstaltungen
- Änderungen an Geschäftsmodellen, wie zum Beispiel die Einführung von Paywalls.
Den Einheimischen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Geschichten zu erzählen
Andrea Faye Hart, Mitbegründerin und Leiterin des Bereichs Bürgerbeteiligung bei City Bureau in Chicago, hielt die Keynote-Diskussion darüber, wie ihr Journalismus-Labor sich darauf konzentriert, Einheimische zu befähigen, ihre eigenen Geschichten zu erzählen – insbesondere um Gegenerzählungen zu den lokalen Nachrichten zu liefern, die überwiegend von weißen Männern in urbanen Redaktionen produziert werden. Hart sagte, der Erfolg von City Bureau zeige, dass sich die Menschen nach einer neuen Art von Journalismus sehnen: demokratischer, offener für die Anliegen der Bürger, mit mehr Zeit für die Auseinandersetzung mit Themen und mit der Präsentation von Lösungsansätzen. „Wir müssen den Journalismus als Institution insgesamt menschlicher gestalten“, so Hart.Das Fazit:
Der News Impact Summit stellte eine Reihe von Medien vor, die sich auf die Produktion lokaler Berichterstattung konzentrieren, von etablierten Zeitungen bis hin zu hyperlokalen Websites und kollaborativen Start-ups. Der Gipfel befasste sich mit den gemeinsamen Zielen und unterschiedlichen Ansätzen dieser verschiedenen Organisationen und befasste sich mit Themen wie redaktionellen Inhalten, digitalem Wachstum, Geschäftsmodellen und Zielgruppenbeziehungen. Die Redner schienen sich in dem Wunsch einig zu sein, weiterhin neue Ansätze zu entwickeln, um den Lesern vor Ort nützliche und ansprechende Inhalte bereitzustellen.Inhalte unserer Partner








