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    Anniki Sommerville – Selfish Mother und The Hotbed Collective

    Anniki Sommerville, Chefredakteurin bei Selfish Mother und Mitbegründerin von The Hotbed Collective, ist die neueste Expertin im Bereich digitales Publizieren, die Einblicke in ihren beruflichen Alltag gewährt.
    Aktualisiert am: 1. Dezember 2025
    Vahe Arabian

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    Anniki Sommerville ist die leitende Redakteurin bei Selfish Mother und Mitbegründerin von The Hotbed Collective.

    Was hat Sie dazu bewogen, im Digital-/Medienverlag zu arbeiten?

    Ich wurde von Molly Gunn angesprochen, die Selfish Mother und den FMLY-Shop betreibt. Sie wollte, dass ich das Blogzine redigiere. Mittlerweile haben wir über 5000 Autorinnen und Autoren, die Beiträge beisteuern, und meine Aufgabe ist es, diese zu lesen, zu redigieren und in den sozialen Medien zu teilen. Anschließend begann ich, für Online-Publikationen zu schreiben, und das hat sich weiterentwickelt. Meine Schwerpunkte liegen auf den Themen Elternschaft, Altern, Feminismus und Markenbildung.

    Wie sieht ein typischer Tag für Sie aus?

    Eine typische Rolle gibt es nicht, da ich mehrere Aufgaben gleichzeitig wahrnehme. Ich bin Redakteurin von Selfish Mother und Mitbegründerin einer Website/eines Podcasts namens Das Hotbed-Kollektiv Ich schreibe Belletristik. Außerdem arbeite ich freiberuflich als Texterin für Kunden, berate Marken und führe Marktforschung durch. Ich erstelle mir meist eine lange Liste und teile meine Aufgaben dann täglich in kleine Schritte auf. Ich arbeite viel morgens, habe aber auch eine kleine Tochter, daher mache ich regelmäßig Pausen.

    Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? (deine Apps, Produktivitätstools usw.)

    Ich benutze eigentlich keine anderen Apps außer Instagram Das ist auch mein Hauptnetzwerk und meine Haupt-PR-Plattform. Ich nutze auch Facebook, und dort teilen wir auch unsere Beiträge für „Selfish Mother“.

    Was tun Sie, um sich inspirieren zu lassen?

    Ich versuche, so viel wie möglich zu lesen – ich finde, Lesen inspiriert mich sehr und gibt mir neue Ideen. Außerdem versuche ich, meine eigenen Lebenserfahrungen in schriftliche Texte umzuwandeln.

    Was ist Ihr Lieblingstext oder -zitat?

    Ich liebe Nora Ephron, die einmal sagte: „Wenn man auf einer Bananenschale ausrutscht, lachen die Leute einen aus. Aber wenn man erzählt, dass man auf einer Bananenschale ausgerutscht ist, ist es dein Lachen.“ Es geht darum, die eigene Geschichte anzunehmen und selbst zu entscheiden, wie sie erzählt wird.

    Was ist das Interessanteste/Innovativste, was Sie in einem anderen Geschäft als Ihrem eigenen gesehen haben?

    Ich finde die Entwicklung von Instagram Stories großartig und dass sie sich mittlerweile zu einem Werkzeug für Kurzfilme entwickelt haben. Mir gefällt, wie die Leute Geschichten aus ihrem Alltag erzählen und sich interessante Grafiken ausdenken, um diese zum Leben zu erwecken.

    Welches Problem beschäftigt Sie momentan mit großem Engagement?

    Ich glaube, eines der Hauptprobleme ist die geringe Aufmerksamkeitsspanne vieler Menschen oder ihre Überforderung, sich die Zeit zum Lesen von Inhalten zu nehmen. Das führt dazu, dass viele Links zu Inhalten ungenutzt bleiben, weil die Leute keine Lust haben, sie anzuklicken. Wie lässt sich das lösen? Gibt es Möglichkeiten, Inhalte in Kurzform anzubieten, sodass man den Inhalt schnell erfassen kann, ohne sich durchklicken zu müssen? Das sind die Probleme, mit denen ich mich momentan auseinandersetze.

    Haben Sie Tipps für ambitionierte Digital-Publishing- und Medienprofis, die gerade erst anfangen?

    Ich würde gründlich recherchieren und mir ansehen, was andere machen. Diejenigen, die wirklich neue Wege der Online-Content-Präsentation entwickeln, sind nicht immer die großen Marken. Oft sind es kleine Startups oder sogar Einzelpersonen, die experimentieren und Neues ausprobieren. Sie sollten sich folgende Fragen stellen: (a) Welche Art von Inhalten lesen und nutzen Sie selbst am liebsten? (b) Warum ist das so? und (c) Gibt es Möglichkeiten, diese Inhalte besonders wirkungsvoll und visuell ansprechend zu gestalten, damit Ihre müde und überforderte Zielgruppe nicht so viel Aufwand betreiben muss, um den Sinn zu erfassen?

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